London – In der Premier League haben sich offenbar mehrere Trainer grundsätzlich zu einem Gehaltsverzicht bereit erklärt, darunter ist nach einem Bericht des „Daily Mail“ auch Liverpool-Coach Jürgen Klopp. Wegen der Viruskrise und der Zwangspause im englischen Fußball laufen derzeit Gespräche zwischen den 20 Vereinen und ihren Trainern.
Laut „Daily Mail“ werde die Notwendigkeit einer Gehaltskürzung um 30 Prozent, wie sie von der Liga empfohlen wurde, anerkannt. Klopp und West-Ham-Coach David Moyes sollen demnach im privaten Umfeld geäußert haben, dass sie eine Gehaltskürzung akzeptieren würden. Zuvor hatten Bournemouth-Trainer Eddie Howe und Brighton-Coach Graham Potter öffentlich erklärt, auf einen Teil ihres Lohns zu verzichten.
Der FC Liverpool hatte am Samstag verkündet, zahlreiche nicht spielende Mitarbeiter in den Zwangsurlaub zu schicken. Der letztjährige Gewinn der Champions League nutzt dabei ein Regierungsprogramm zur Rettung von Arbeitsplätzen, bei dem 80 Prozent der Löhne vom Staat übernommen werden. Den Rest steuert der Club bei, damit die Angestellten keine finanziellen Nachteile erleiden. Ähnlich verfahren Ligarivalen wie Tottenham Hotspur, Norwich City oder Newcastle United.
Die Profis der Premier League haben einen Gehaltsverzicht bislang abgelehnt. Die Spielergewerkschaft PFA begründete ihre Haltung damit, dass der Regierung dadurch 200 Millionen Pfund (227 Mio. Euro) an Steuergeldern verloren gingen. Ein Betrag, den der nationale Gesundheitsdienst NHS in Pandemie-Zeiten dringend benötigen. Für einen solchen Schritt seien weitere Details zu klären, schrieb die PFA und forderte die Clubs auf, ihre Finanzen offenzulegen. dpa