Belohnung für den Entertainer

von Redaktion

Alphonso Davies steht kurz vor einer Vertragsverlängerung – wohl bis 2025

VON HANNA RAIF UND MANUEL BONKE

München – Auf dem Spielfeld kann Alphonso Davies, 19, während der Corona-Pause nicht begeistern. Das tut der Jungprofi des FC Bayern dafür mit witzigen Video-Sequenzen in den sozialen Medien. Mal parodiert der Kanadier die Torjubelgesten seiner Mannschaftskameraden, ein anderes Mal präsentiert er seine Gesangküste mit einer Backstreet-Boys-Imitation inklusive Verkleidungen.

Ebenfalls kurios: Zu Beginn seiner Zeit in München suchte Davies über die Foto-Plattform Instagram Anschluss in seiner neuen Wahlheimat und lud Gleichaltrige in seine Wohnung ein, um mit ihnen Videospiele zu spielen.

Mittlerweile hat Davies auch auf dem Platz Anschluss gefunden. Der Youngster hat sich unter Trainer Hansi Flick als Linksverteidiger festgespielt und war bis zur Corona-Pause aus der Startformation des Rekordmeisters nicht mehr wegzudenken. Wegen seiner starken Leistungen im letzten halben Jahr winkt dem Linksfuß deshalb ein neuer Vertrag. Auf Anfrage unserer Zeitung teilte der Verein mit, dass man sich in aussichtsreichen Gesprächen befinde, was eine vorzeitige Vertragsverlängerung betrifft.

Die Münchner möchten die Arbeitspapiere von Davies, die aktuell eine Vertragslaufzeit bis zum 30. Juni 2023 haben, bis 2025 verlängern. Den Spieler erwartet im Gegenzug eine bessere Bezahlung. Zwar sind noch einige vertragliche Details zu klären, doch in München zweifelt niemand daran, dass beide Parteien in nächster Zeit eine Übereinkunft erzielen werden.

Kein Wunder, dass die Vereinsverantwortlichen um Sportdirektor Hasan Salihamidzic den kanadischen Nationalspieler so lange wie möglich an den FCB binden wollen: Gute Linksverteidiger sind im Profi-Fußball rar gesät und Davies füllt die Rolle durch seine Schnelligkeit und seine Zweikampfstärke nahezu perfekt aus. Wegen seines Offensivdrangs gelangen ihm in der aktuellen Champions-League-Saison in vier Spielen bereits drei Torvorlagen.

Diese Leistungsexplosion schlägt sich übrigens auch im Marktwert des Bayern-Kickers nieder. Als Salihamidzic den Spieler verpflichtete, lag dieser laut transfermarkt.de bei zehn Millionen Euro, mittlerweile ist Davies 45 Millionen wert – vor der Corona-Krise betrug sein Marktwert noch 50 Millionen.

Bei der freitäglichen Trainingseinheit geriet Davies übrigens ordentlich ins Schwitzen: Hansi Flick scheuchte ihn in seiner Trainingsgruppe mit Robert Lewandowski, David Alaba und Joshua Zirkzee unter der Aufsicht von Fitnesschef Holger Broich im Vollsprint über den Platz. Zusätzlich standen für Davies noch Passübungen mit dem Cheftrainer an.

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