London – Die 20 Profifußballvereine der englischen Premier League wollen die Saison 2019/20 in jedem Fall abschließen. Darauf einigten sich die Clubs am Freitag im Rahmen einer gemeinsamen Videokonferenz. Eine Frist dafür wurde – anders als erwartet – aber nicht gesetzt. Britische Medien hatten zuvor berichtet, dass mehrere Vereine planen, die laufende Spielzeit bis zum 30. Juni zu Ende zu spielen. Beim Meeting am Freitag soll dieser Vorschlag allerdings nicht zur Sprache gekommen sein. Es sei nicht der richtige Zeitpunkt dafür, hieß es.
Laut der Boulevardzeitung „Mirror“ hatten sich neun der 20 Vertreter der Premier League dafür ausgesprochen, die Saison bis spätestens zum Ende des zweiten Quartals zu beenden. Hintergrund sei das Vertragsende vieler Fußballprofis am 30. Juni. Einige Clubs befürchten dadurch eine Wettbewerbsverzerrung, falls die Saison mit veränderten Teams und möglicherweise ohne einige bisherige Leistungsträger fortgesetzt würde.
Insgesamt 92 Begegnungen der laufenden Saison stehen noch aus, neun beziehungsweise zehn Spiele pro Verein. Wichtige Entscheidungen sind in England bislang nicht gefallen. Dem FC Liverpool von Trainer Jürgen Klopp fehlen noch zwei Siege zur ersten Meisterschaft seit 30 Jahren. Zahlreiche Clubs kämpfen unterdessen um einen Platz in den europäischen Wettbewerben oder um den Klassenerhalt. dpa