München – Laut „Bild“-Zeitung soll es bei den Ver über die Zahlung dhandlungener ausstehenden letzten TV-Rate eine grundsätzliche Einigung zwischen der DFL und Sky geben. Ist dem wirklich so? Der Ligaverband ruderte am Freitag verbal zurück und erklärte: „Die DFL befindet sich in Gesprächen mit allen Medienpartnern. Mit Sky gibt es noch keine vertraglich fixierte Vereinbarung.“ Der Bezahlsender verwies auf eine Erklärung vom Vortag, wonach „aktive Diskussionen“ stattfänden „mit dem Ziel, auch im Hinblick auf Lizenzzahlungen und deren potenzielles Timing konstruktive Lösungen zu finden“.
Die DFL wird in ihrer virtuellen Mitgliederversammlung am 23. April erneut über mögliche Szenarien sprechen, um den Ligabetrieb fortzusetzen und sich damit die Rate der Medienrechte-Inhaber in Höhe von 300 Millionen Euro zu sichern. Geht es nach der aktiven Fanszene des FC Bayern, können sich die Liga-Vertreter ihr nächstes Treffen sparen – die Ultras protestieren heftig gegen eine Fortsetzung der Liga.
„Die Wiederaufnahme des Fußballs, auch in Form von Geisterspielen, ist in der aktuellen Situation nicht vertretbar – schon gar nicht unter dem Deckmantel der gesellschaftlichen Verantwortung. Eine baldige Fortsetzung der Saison wäre blanker Hohn gegenüber dem Rest der Gesellschaft und insbesondere all denjenigen, die sich in der Corona-Krise wirklich gesellschaftsdienlich engagieren. Der Profifußball ist längst krank genug und gehört weiterhin in Quarantäne“, stand beispielsweise auf der Internetseite suedkurve-muenchen.org, einem Zusammenschluss verschiedener FCB-Fangruppierungen.
Dass auch im Bundesliga-Zirkus wegen der Corona-Krise tausende Arbeitsplätze und somit auch Existenzen gefährdet sind, blenden die Fans aus. Im Wortlaut fordern sie unter anderem: „Der aktuelle Plan der DFL, den Spielbetrieb im Mai in Form von Geisterspielen wieder aufzunehmen, darf nicht umgesetzt werden. Wir maßen uns nicht an, zu entscheiden, ab wann der Ball wieder rollen darf. In einer Situation, in der sich der Fußball auf diese Weise so dermaßen vom Rest der Gesellschaft entkoppeln würde, darf es jedoch nicht passieren.“ MANUEL BONKE