IN KÜRZE

Rugby-Weltverband errichtet Hilfsfonds

von Redaktion

Corona-Krise

Die Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf den Sport in Bayern werden vom Landes-Sportverband als alarmierend eingestuft. Über ein digitales Meldesystem haben sich bis zum Freitag mehr als 2300 Vereine eingetragen. Das sind fast zwanzig Prozent der rund 12 000 im Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) gemeldeten Vereine. Den finanziellen Schaden für den Sport in Bayern beziffert der BLSV weiter auf insgesamt rund 200 Millionen Euro. In dem Meldesystem können Sportvereine und Sportfachverbände ihre zu erwartenden finanziellen Einbußen hinterlegen. Wie der BLSV am Freitag mitteilte, liegen die Schwerpunkte der Rückmeldungen weiter vor allem „in den Bereichen Liga-, Sport und Trainingsbetrieb, laufender Betrieb der Sportanlagen sowie Kosten für Übungsleiter, Betreuer und Trainer“. Das Online-Meldesystem soll wegen der hohen Zahl der Rückmeldungen über den ursprünglich geplanten 19. April hinaus geöffnet bleiben.

Der Laver Cup im Tennis findet in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie nicht statt. Die Veranstalter teilten am Freitag mit, dass das Event in Boston auf das Jahr 2021 verschoben wurde. Die vierte Auflage der Veranstaltung, bei der die besten Spieler Europas gegen die besten Profis aus dem Rest der Welt antreten, soll nun vom 24. bis 26. September 2021 stattfinden. Der Termin in diesem Jahr wäre mit den French Open kollidiert, die ihr Turnier eigenmächtig in den September verlegt hatten. Noch ist aber unklar, ob der Sandplatz-Klassiker tatsächlich vom 20. September bis 4. Oktober in Paris stattfindet. Wegen der Auswirkungen der Corona-Krise ist die Tennis-Tour aktuell bis zum 13. Juli unterbrochen. Ob und wie es danach weitergeht, ist noch unklar. „Es ist schade, dass der Laver Cup um ein Jahr verlegt werden muss“, sagte Rekord-Grand-Slam-Turnier-Sieger Roger Federer, der auch Mitorganisator des Laver Cups ist. „Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es die richtige Entscheidung.“

Mit einem Hilfsfonds von rund 100 Millionen US-Dollar (92 Millionen Euro) will der Rugby-Weltverband die nationalen Verbände bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützen. Wie World Rugby am Donnerstag in einem Statement betonte, soll das Geld den Verbänden zur Verfügung stehen, die eine sofortige Notfinanzierung benötigen, sofern entsprechende Kriterien erfüllt sind. Während der Rugby-Zwangspause sollen möglichst viele Verbände über einen maximalen Zeitraum hinweg unterstützt werden. Die Hilfsaktion zeige das Engagement von World Rugby bei der Aufgabe, „den Sport durch seine größte Herausforderung zu führen“. Zugleich arbeite der Weltverband mit seinen Mitgliedsländern an einem tragfähigen internationalen Wettkampfkalender für 2020, der sich an Empfehlungen der Regierungen und der Gesundheitsbehörden orientiert.

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