Ohne Ballkinder, ohne Publikum, ohne Handschlag

von Redaktion

CORONA-KRISE Deutscher Tennis Bund plant außergewöhnliche Turnierserie

Stuttgart – In dieser außergewöhnlichen Turnier-Serie werden auch Jan-Lennard Struff und Philipp Kohlschreiber ihre Bälle selber einsammeln. Mit einem interessanten Konzept will der Deutsche Tennis Bund seinen Profis in der Zwangspause helfen – Ballkinder, Publikum und der gewohnte Handschlag sind in Coronavirus-Zeiten aber nicht erlaubt. Es geht vielmehr darum, den Spielern Matchpraxis zu ermöglichen, damit sie sich auf den nicht absehbaren Tag X – den Neuanfang der internationalen Turnierszene – vorbereiten können.

„Nach einer längeren Pause brauchen die Spieler immer eine Weile, um wieder ihren Rhythmus zu finden und ihre wahre Leistung abzurufen. Daher ist es gut, dass die Jungs so die Möglichkeit haben, zumindest ein bisschen Matchpraxis zu sammeln“, spricht sich auch Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann für die Idee aus.

32 Herren und 24 Damen soll dies in der neu entwickelten und auf sieben Wochen angelegten Serie ermöglicht werden, wie DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff erklärte. Der Start ist frühestens am 8. Juni. Neben den beiden Spielern soll nur ein Schiedsrichter auf dem Platz sein, auf Linienrichter wird verzichtet. „Wir werden alle Corona-Einschränkungen berücksichtigen“, sagte Hordorff. „Was immer die Regierung für richtig hält, wird umgesetzt.“ Vielleicht seien später ja auch wenige Zuschauer möglich.

Gespielt wird im Freien zunächst in acht Gruppen an vier (Herren) beziehungsweise drei Orten (Damen). Es tritt jeder gegen jeden an, hinzu kommen Platzierungsspiele. Los geht es mit einer Vorrunde, es folgen Zwischen- und Finalrunde. Der Sieger der Gruppe soll pro Woche 4000 Euro verdienen, im Finale steigt das Preisgeld. Welche Clubs die Spiele ausrichten, ist noch nicht festgelegt.  dpa

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