Ex-Weltmeister Luca Toni engagiert sich in seiner italienischen Heimatstadt Modena für Menschen, die in der Corona-Krise besonders strapaziert sind. Als Teilhaber eines Restaurants verteilt er mit seinem Partner Pizzen an Rettungskräfte, wie der frühere Stürmer des FC Bayern berichtete. Die Pizzen bekämen die „Jungs der Nummer 118, wo telefonisch und logistisch die Einsätze der Rettungswagen koordiniert werden. Diese Jungs machen gerade eine mehr als strapaziöse Arbeit“, schilderte der 42-Jährige. Für die Leute dort sei sein Erscheinen eine Riesen-Überraschung gewesen. „Wir haben dann fünf oder sechs Meter Pizza gemacht, und wir zwei (Toni und sein Partner, Anm. d. Red.) haben dann diese Pizzen – mit allen Sicherheitsvorkehrungen – zu der Koordinationsstelle gebracht. Es war natürlich schön für sie zu sehen, dass auch ich diese Pizzen ausgetragen habe“, berichtete er. Mit Nationalspielern aus der Weltmeister-Mannschaft von 2006 hat Luca Toni zudem die Initiative „go fund me“ gegründet. „Wir haben Gelder gesammelt, aber auch Freunde, Bekannte, jeder kann da mitmachen. Kleine Spenden von einem oder fünf Euro haben uns auch riesig gefreut – damit ist es gelungen, gerade in dieser Woche vier Rettungswagen zu kaufen, 400 000 Euro sind zusammengekommen“, erzählte er. Die Rettungswagen werde man dem Roten Kreuz übergeben.
In Zeiten der Krise erleben die Mitglieder von Hertha BSC ein Novum in der Vereinsgeschichte. Die ordentliche Vollversammlung wird am 24. Mai erstmals online stattfinden. Die derzeitigen Corona-Regeln lassen die für diesen Tag geplante, normale Mitgliederversammlung nicht zu. Großveranstaltungen sind in Berlin mindestens bis zum 31. August untersagt. Die Hertha-Mitglieder sollen „zeitnah“ über die Agenda sowie die Details und die Möglichkeit zu Wortmeldungen informiert werden. Die anstehenden Wahlen zum Präsidium werden allerdings in die für Herbst 2020 geplante Versammlung verschoben. Dies sei aufgrund der Vereinssatzung zulässig, so der Club.
Für den früheren Trainer Ralf Rangnick wäre die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga für die Gesellschaft von immenser Bedeutung. „Ich glaube, dass das eine große Signalwirkung für die Gesellschaft haben würde“, sagte Rangnick bei SWR. Es sei nicht nur aus finanzieller Sicht für die Vereine wichtig, sondern auch aus psychologischer Sicht „für die gesamte Menschheit“. Man solle nicht unterschätzen, was die Bundesliga für Menschen bedeute. Es sei gut, wenn man „Dinge, die einem ans Herz gewachsen sind, wieder erleben kann“, so Rangnick. „Der Fußball hat eine Sonderrolle, aber er beansprucht in dem Moment, in dem er weiterspielt, keine Sonderrolle“, erklärte er.