München – Günther Gorenzel ist fein heraus. Die Glatze des Sportchefs bedarf keiner großen Pflege. Auch 1860-Profis wie Sascha Mölders, Efkan Bekiroglu und Timo Gebhart sehen so aus, als würden sie selber zum Langhaarschneider greifen. Michael Köllner dagegen geht es wie so vielen Deutschen in diesen Tagen: Er sehnt den Montag herbei – den Tag, an dem endlich wieder die Friseursalons öffnen.
Noch mehr sehnen Köllner und die Löwen jedoch den Tag herbei, an dem auch die Stadien wieder ihre Pforten öffnen, zumindest für Geisterspiele. Optimisten waren basierend auf ein angebliches „Ideal-Szenario“ vom 16. Mai ausgegangen. Ein Termin, der am Freitag in weite Ferne rückte. Da meldete der DFB, dass erst am 25. Mai über die Zukunft der 3. Liga beraten werde – für diesen Tag berief das Verbandspräsidium einen Außerordentlichen Bundestag ein (digitale Variante).
Auf der Agenda laut DFB: „Beratungen und Beschlussfassungen über die Durch- und Fortführung beziehungsweise den möglichen Abbruch“ diverser Ligen. Dass der 28. Spieltag also früh genug angepfiffen wird, um die 3. Liga wie geplant bis Ende Juni abzuschließen, ist mehr als fraglich geworden.
Zumindest die zwei Punkte hinter Platz zwei lauernden Löwen wären wohl gerüstet – dies legt der Eifer nahe, der von den ersten offiziellen Trainingsfotos ausgeht. Bekiroglu springt geschmeidig durch den Stangenwald, auch Oldie Mölders scheint in den Wochen „dahoam“ nicht gesündigt zu haben. Wettkampfschnitte für Köllner und Co. gibt es dann ab Montag. Zeit wird’s. ULI KELLNER