München – Wenn NHL-Topscorer Leon Draisaitl mit Schläger und Ball an seinem Gegner vorbeiziehen will, macht ihm derzeit ein besonders harter Abwehrspieler das Leben schwer: Sein Hund Bowie. „Er ist auf jeden Fall einer der besten Verteidiger, gegen die ich je gespielt habe“, sagt Draisaitl in einem Videocall mit einem Augenzwinkern. Auch der Stürmer der Edmonton Oilers muss in der Corona-Pandemie beim Training ungewöhnliche Maßnahmen ergreifen.
Während Draisaitl in Kanada versucht, sich mit dem Hund als Sparringspartner fit zu halten, scheint das tierische Training auch in Landshut eine beliebte Methode zu sein. Dort übt Tobias Rieder von den Calgary Flames mit den beiden Vierbeinern seiner Eltern.
Philipp Grubauer hat es da schon schwerer. Der Torhüter der Colorado Avalanche bekommt normalerweise „500, 600 Schüsse um die Ohren geballert, jeden Tag“. Sein Hund ist ihm aktuell keine Hilfe. „Der liegt eigentlich nur faul auf der Couch“, erzählt der 28-Jährige lachend und ergänzt: „Und dann hat er Angst vorm Schläger.“
Dominik Kahun muss ohne tierische Unterstützung handwerkliches Geschick beweisen: „Ich habe keinen Hund, ich muss mir meine Gegner selbst bauen. Deshalb lege ich mir etwas auf den Boden und spiel vorbei“, erzählt der Olympia-Silbermedaillengewinner, der die Pause in München verbringt.
Die NHL will die Saison unbedingt beenden und die nächste Spielzeit notfalls erst Ende des Jahres beginnen. Die neue Saison muss demnach nicht wie üblich im Oktober beginnen. Geplant ist, den Spielbetrieb zentral an wenigen Standorten wiederaufzunehmen. sid