Der chinesische Spitzenschwimmer Sun Yang will seine lange Dopingsperre vor dem Schweizer Bundesgericht anfechten. Der 28-Jährige war Ende Februar vom Internationalen Sportgerichtshof Cas zu einer achtjährigen Sperre verurteilt worden, die das Karriereende des mehrmaligen Olympiasiegers und Weltmeisters bedeuten dürfte. Die Anwälte Sun Yangs reichten aber vorige Woche einen Einspruch beim Schweizer Bundesgericht ein. Sun Yang hatte bereits nach dem Cas-Urteil „definitiv“ eine Beschwerde angekündigt. In dem Fall ging es vor allem um eine mit einem Hammer zerstörte Dopingprobe des Schwimmstars aus dem Herbst 2018; das Umfeld des Sportlers war direkt daran beteiligt. Der Weltverband Fina hatte dennoch zunächst auf eine Sperre verzichtet, worauf die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada den Cas anrief.
Der Schwimmer verteidigt die Tat damit, dass die Kontrolleure nicht ausreichend zu identifizieren gewesen seien. Der Cas entschied, dass ihm dies nicht das Recht gab, die Probe zu zerstören. Zur Maximalstrafe trug auch bei, dass Sun bereits 2014 wegen Dopings für drei Monate gesperrt war.