Der Ärger in Karl-Heinz Rummenigge hat sich schon seit einigen Wochen aufgestaut. Nun musste er mal raus. Der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern bezeichnete die Blockadehaltung von TV-Rechteinhaber „Eurosport“ in der „Sport Bild“ als „unanständig“. Er bedauere das Verhalten der Eurosport-Mutterfirma „Discovery“, die ihren Anteil an der letzten TV-Rate für die Bundesliga-Übertragungsrechte nicht bezahlt hat und den Vertrag mit der DFL über eine Sonderkündigungsklausel im Falle höherer Gewalt auflösen will. Der 64-Jährige geht von einem „großen Imageschaden“ und langfristigen Folgen für den Sender aus. „Wer geht denn mit einem solchen Sender in der Zukunft noch eine Partnerschaft ein?“, fragte er. Zumal die Bundesliga Partner an ihrer Seite hat, die Rummenigge sehr schätzt. „Exemplarisch“ und „solidarisch“ sind die Schlagworte, die er in den vergangenen Wochen hinter den Kulissen über „Sky“, die ARD und ZDF geäußert hat. Vor allem auf den neuen Sky-Geschäftsführer Devesh Raj, den Rummenigge zu Beginn des Jahres kennengelernt hat, hält der Bayern-Boss große Stücke. Der Vorschuss der letzten Rechte-Rate sowie das Angebot einzelner Bundesliga.Konferenzen im Free-TV waren für Rummenigge keine Überraschung, sondern das Resultat optimaler Partnerschaft – anders als mit Eurosport. hlr