Rittner begrüßt Tennis-Fusion

von Redaktion

ATP und WTA: „Mehr Einigkeit wäre etwas sehr Positives“

Hannover – Barbara Rittner, Frauen-Chefin im Deutschen Tennis Bund, würde eine Fusion von ATP und WTA begrüßen. „Ich denke, es wäre etwas sehr Positives, wenn diese Corona-Krise dazu führt, dass es im Welt-Tennis zu einer größeren Einigkeit kommt“, sagte Rittner (47). Bislang gibt es neben dem Weltverband ITF die Herren-Organisation ATP, die Damen-Organisation WTA sowie die Veranstalter der vier Grand-Slam-Turniere. „Wir haben es mit sieben Entscheidungsträgern zu tun, die alle ihre eigenen Interessen haben“, sagte Rittner. „Das sorgt einfach für zu viele Reibungsverluste.“

Unter anderem Roger Federer hatte eine Fusion von ATP und WTA ins Gespräch gebracht. Rittner hat in der Corona-Krise, das Gefühl, dass es bereits eine deutlich bessere Zusammenarbeit zwischen den Organisationen gibt. „Man merkt, dass sich da etwas tut. Und das wäre im Sinne der Spielerinnen und Spieler absolut wünschenswert.“

Eine Fusion oder eine Zusammenarbeit müsse nicht automatisch dazu führen, dass Damen- und Herren-Touren komplett gleich werden. „Wenn es bei den Herren Interesse an mehr höher dotierten Turnieren als bei den Damen gibt, dann ist das eben so. Aber eine gemeinsame Linie wäre für alle von Vorteil“, sagte Rittner.  dpa

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