Renault bleibt

von Redaktion

FORMEL 1 Williams will verkaufen

Köln – Renault wird seinen Weg in der Formel 1 fortsetzen, wohin der von Williams führt, ist seit Freitag eher ungewiss. Während Renaults Generaldirektorin Clotilde Delbos in einer Telefonkonferenz mit Analysten einen Treueschwur auf die Formel 1 leistete, bot Williams fast zeitgleich sein traditionsreiches Team zum Verkauf an.

„Die Präsenz von Renault in der Formel 1 wird durch unseren Sparplan nicht infrage gestellt“, sagte die 53-jährige Delbos, der zuletzt nachgesagt worden war, nicht gerade eine Anhängerin der Formel 1 zu sein. Zudem baut Renault derzeit 15 000 Stellen ab, darunter 4600 in Frankreich.

Die gerade beschlossene Budgetdeckelung in der Formel 1, die ab 2021 bei 145 Millionen Dollar (133 Mio. Euro) liegt und in den folgenden Jahren schrittweise auf 135 Mio. Dollar gesenkt wird, komme dem französischen Staatskonzern nun allerdings sehr entgegen, führte Delbos weiter aus: „Das neue Limit ist sehr gut für uns, wir sind und bleiben also in der Formel 1.“

Bei Williams ist die Zukunft völlig offen, ob das Formel-1-Team im Familienbesitz bleibt, ist mehr als ungewiss. Am Freitag verkündete die in Frankfurt/Main börsennotierte Williams Grand Prix Holding PLC, das Unternehmen stehe vor allem wegen erheblicher finanzieller Verluste im Geschäftsjahr 2019 zum Verkauf. Geprüft würden mehrere Optionen, unter anderem der Verkauf eines Mindestanteils oder auch der Komplettverkauf, hieß es. Die Teilnahme des Teams an der Formel-1-Saison 2020, soweit diese nach der Corona-Zwangspause in Fahrt kommt, sei durch die neue Entwicklung aber nicht gefährdet.  dpa

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