München – Für die SpVgg Unterhaching geht es am Samstag von der Idylle des „Quaratäne-Hotels“ in Großhartpenning in den rauen Drittliga-Alltag. Das Auswärtsspiel in Großaspach steht auf dem Programm. Der Dorfclub präsentiert mit Hans-Jürgen Boysen einen neuen Trainer. „Das macht die Aufgabe für uns beim Neustart nicht leichter, obwohl es unter den derzeitigen Bedingungen keinen Heimvorteil gibt, aber wir sind bestens gerüstet und freuen uns, dass es endlich wieder losgeht“, betont der Hachinger Trainer Claus Schromm, der nach der langen Zwangspause eine außerordentliche Restsaison erwartet: „Das Ganze hat den Charakter eines Turnieres.“
Am 7. April haben die Hachinger wieder das Training aufgenommen und zuletzt in Mannschaftsstärke die einzelnen Einheiten absolviert. „Am wichtigsten ist es aber, dass die Akkus aufgeladen sind, denn uns erwartet ein Mammutprogramm mit ständigen englischen Wochen, und am Dienstag geht es sofort mit dem Heimspiel gegen Ingolstadt weiter“, sagt der Coach. Aktuell muss er lediglich auf die verletzten Seppi Welzmüller, Marc Endres und Yannik Bandowski verzichten, hat den Kader aber mit zwei Junioren aufgestockt.
Neben der gezielten sportlichen Vorbereitung haben Schromm und Präsident Manfred Schwabl dafür gesorgt, dass trotz der Quarantäne kein Lagerkoller aufkommt. „Wir haben viel auf Regeneration gesetzt, auch ein Theoriepaket geschnürt, so sind wir relativ entspannt durch die letzte Wochen gekommen. Etwas schwierig ist die Situation derzeit für unseren jungen Väter und die frisch verliebten Spieler“, betont Schromm. KLAUS KIRSCHNER