Großaspach – Spätestens in der kommenden Saison will die SpVgg Unterhaching bekanntlich in die zweite Bundesliga aufsteigen. Vielleicht geht es sogar schneller. Mit dem 2:0-Auswärtssieg in Großaspach rückte das Team von Trainer Claus Schromm am 28. Spieltag auf einen direkten Aufstiegsplatz.
Belastet mit zwei Niederlagen in Serie gingen die Hachinger in die lange Zwangspause, jetzt kehrte man in die Erfolgsspur zurück – und dies mit absoluter Effizienz.. „Wir mussten nach der langen Unterbrechung erst mal wieder zu unserem Spiel finden. Wir haben gute Ansätze gezeigt, die Tore vor und nach der Halbzeit waren extrem wichtig. Wir haben am Ende noch ein paar Dinger liegen lassen, aber nach der langen Pause wollen wir da nicht groß jammern“, meinte der Hachinger Trainer. Felix Schröter Sekunden vor dem Seitenwechsel und Stephan Hain nach der Pause, sorgten für einen ungefährdeten Sieg, obwohl Großaspach einige große Chancen vergab.
Am Ende blieb Hachings Torhüter Nico Mantl zum zwölften Mal in dieser Saison ohne Gegentreffer. „Es war schön, dass beide Stürmer getroffen haben und wieder die Null stand“, befand Schromm, der sich besonders über ein Comeback freute. So kam in der Endphase Luca Marseiller zum Einsatz. Der Flügelflitzer musste seit dem letzten August pausiere, weil er sich ein Knochenödem zugezogen hatte. „Wir werden ihn langsam wieder heranführen und er bekommt seine Einsatzzeiten“, verspricht der Trainer.
Der große Kader von 26-Mann könnte bei den vielen Englischen Wochen ein Vorteil für die Hachinger sein, denn bereits heute (20.30 Uhr) im Heimspiel gegen die zuletzt sechsmal in Serie sieglosen Ingolstädter muss Schromm personell rotieren. So kassierten Max Dombrowka und Jim-Patrick Müller in Großaspach jeweils die fünfte Gelbe Karte. „Wir wollen natürlich unsere gute Ausgangsposition verteidigen, aber am wichtigsten ist die richtige Regeneration“, befindet Schromm, der mit einer Videoanalyse seine Mannschaft auf das erste „Geisterspiel“ im Sportpark eingestimmt hat.
Das aktuelle Tabellenbild in der Dritten Liga, verbunden mit der vielversprechenden Ausgangslage für die Hachinger, will Schromm nicht überbewerten: „In dieser außergewöhnlichen Situation kann sehr viel passieren, die halbe Liga kann noch aufsteigen, wir müssen einige Spieltage abwarten, um uns ein genaues Bild machen zu können“. Auf den Start kann Haching aber schon stolz sein.