Eigentlich war Marcus Thuram einer der Garanten für den 4:1-Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen Union Berlin. Zwei Treffer markierte der Stürmer für die Mannschaft von Trainer Marco Rose. Dennoch sprach nach dem Spiel kaum jemand über das sportliche Ausrufezeichen des Stürmers – sondern über seinen Kniefall nach seinem ersten Tor. Damit setzte der Franzose ein Zeichen gegen Rassismus und erinnerte an den in Minneapolis (USA) von einem Polizisten getöteten George Floyd. Interviews wollte Thuram nach Spielende nicht geben. Am Abend schrieb er lediglich auf Instagram: „Gemeinsam kommen wir voran. Gemeinsam verändern wir etwas.“ Die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach begrüßten die Aktion ihres Angestellten. Ob das der Deutsche Fußball-Bund auch so sieht, wird sich zeigen. Die Funktionäre wollen sich diese Woche mit den, eigentlich untersagten, politischen Äußerungen mehrerer Bundesliga-Akteure befassen. International hatte sich unter anderem der FC Liverpool ebenfalls deutlich bekannt. Vor dem gestrigen Training gingen die Profis der Reds kollektiv auf die Knie.