BASKETBALL

von Redaktion

Die kurzfristige Einführung eines Tracing-Chips hat bei den Spielern der teilnehmenden Clubs am Münchner Meisterturnier der Basketball-Bundesliga für Diskussionen gesorgt. Die Profis sollen im Quarantäne-Hotel, in dem alle zehn Teams untergebracht sind, einen Chip am Handgelenk tragen, damit für den Fall eines positiven Tests die Kontaktpersonen und die Dauer des jeweiligen Kontakts genau nachvollzogen werden können. „Diese Technik haben wir als Worst-Case-Backup eingebaut und denken, dass wir uns dadurch noch ein Stück mehr schützen können“, sagte Florian Kainzinger, Leiter des Hygiene- und Sicherheitskonzepts der Liga, am Samstag bei Magentasport. Die Entscheidung für den Tracing-Chip fiel erst nach einem abschließenden Gespräch mit dem Gesundheitsamt München. Unter den Spielern sorgte die kurzfristige Maßnahme für Unmut.

Für Stefan Niemeyer, Geschäftsführer von Basketball-Bundesligist Rasta Vechta, kommen BBL-Spiele unter Einhaltung der derzeitigen Abstandsregeln auf den Tribünen nicht infrage. „Das wäre Blödsinn“, sagte der Unternehmer der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Das kann man nicht machen. Wir dürfen nur jeden vierten Platz belegen, es müsste jede zweite Reihe frei bleiben. Das kann man vergessen“, sagte Niemeyer: „Wenn wir nicht mindestens fünfzig, eher siebzig Prozent unserer Sitzkapazität belegen dürfen – ja was soll das dann?“

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