Völklingen – Mit wenig Glanz, aber eiskalter Professionalität hat Bayer Leverkusen das Märchen des Viertligisten 1. FC Saarbrücken beendet und greift nach dem ersten Titel seit 1993. Auch ohne das angeschlagene Mega-Talent Kai Havertz ließ die Werkself beim 3:0 (2:0) im ersten Halbfinale des DFB-Pokals in Völklingen zu keinem Zeitpunkt Zweifel aufkommen.
Saarbrücken, das als erster Viertligist im Halbfinale Pokal-Geschichte geschrieben hatte, blamierte sich nicht und hielt zumindest tapfer dagegen. Moussa Diaby (11.) und Lucas Alario (17.) hatten für die frühen Tore gesorgt, die Bayer ersehnt und der FCS befürchtet hatte. Danach ging es nur noch um die Höhe des Ergebnisses. Mit nur einem weiteren Tor durch Karim Bellarabi (58.) gestaltete der Champions-League-Aspirant das Ergebnis letztlich gnädig.
Leverkusen ging die Aufgabe konzentriert und seriös an. Und wurde schnell belohnt. Nach einem sehenswerten Pass von Kerem Demirbay erzielte Diaby per Volleyschuss durch die Beine von Daniel Batz die Führung. Sechs Minuten später verhinderte Batz gegen den freistehenden Charles Aranguiz noch das 0:2. Weitere zwei Minuten später war der Keeper mitschuldig am zweiten Tor, als er den Ball unglücklich zu Alario abwehrte.
83 Prozent Ballbesitz und 15:1 Torschüsse waren zur Halbzeit für den Bundesligisten notiert, der aber nach dem 2:0 zunächst die letzte Gier vermissen ließ. Saarbrücken hätte das Spiel so mit einem Tor wieder spannend machen können und Batz aus dem Tor und Kwasniok am Spielfeldrand brüllten das Team abwechselnd nach vorne. Als der zur Pause eingewechselte Bellarabi ohne großen Widerstand das 3:0 erzielte, war alles klar. dpa