Moralische Unterstützung via Facetime

von Redaktion

Niederlagen sind nicht gut für den Schlaf. Und auch die Nacht nach unserem verpatzten Turnierstart gegen Ulm war nicht so angenehm. Man denkt dann doch viel darüber nach. Aber von der EuroLeague her sind wir es gewohnt, uns schnell aufs nächste Spiel zu konzentrieren. Das ist uns schließlich gelungen, auch wenn man den hohen Sieg über das dezimierte Crailsheim nicht überbewerten darf.

Nun ist für uns erst einmal bis Freitag Spielpause, langweilig wird es uns aber sicher nicht. Unser Tag ist ziemlich durchgetaktet, mit Training, Mahlzeiten, Besprechungen. Es bleibt gar nicht so viel Freizeit. Ich bin ja der einzige unserer Mannschaft, der keine Playstation besitzt. Dafür spiele ich gern Karten: und zwar Wizzard. Mit dabei als Mitspieler in der Hotellobby sind auch frühere Teamkollegen wie Robin Amaize, Marvin Ogunsipe oder Dejan Kovacevic. Außerdem habe ich mir ein Buch mitgenommen: The Athletic Brain. Da geht es darum, wie man als Leistungssportler das Gehirn trainiert, um sich zu verbessern. Das ist hochinteressant.

Den Kontakt zu meiner Freundin versuche ich über Facetime zu halten. Sie macht gerade ihr zweites Jura-Staatsexamen. Für sie ist es natürlich nicht optimal, dass ich drei Wochen im Hotel bin. Aber ich versuche, sie übers Handy moralisch zu unterstützen. schicke ihr vor den Prüfungen Botschaften, wünsche viel Glück. Ich hoffe, dass es bisher geholfen hat.

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