New York – Die US Open der Tennisprofis in New York sollen trotz der Coronavirus-Pandemie stattfinden. Nach Informationen der „New York Times“ vom Montag planen die Organisatoren, das Grand-Slam-Turnier vom 31. August bis 13. September unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen und ohne Zuschauer durchzuführen. New York ist besonders schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Daher müssen die Pläne noch von der Politik genehmigt werden.
Die Zeitung beruft sich auf vier mit den Plänen befasste Personen, die anonym bleiben wollen, weil die Veranstalter ihre Entscheidung noch nicht offiziell verkündet haben. Damit sei nun Mitte der Woche zu rechnen. Geplant ist nach wie vor, dass die Spieler in einem Flughafen-Hotel untergebracht und nahezu keinen Zugang zu Manhattan haben sollen. Außerdem soll der Betreuerstab der Spielerinnen und Spieler deutlich reduziert werden.
Nach Informationen der „New York Times“ ist zudem geplant, das vom 17. bis 23. August in Cincinnati angesetzte kombinierte Damen- und Herren-Turnier im Vorfeld bereits im Billie Jean King National Tennis Center in New York zu spielen, quasi als Probelauf für die US Open. Eine Qualifikation für die US Open soll es dagegen nicht geben. Wegen der Coronavirus-Pandemie ruht derzeit der offizielle Spielbetrieb auf der Tennis-Tour bis zum 31. Juli. Der Rasenklassiker in Wimbledon war bereits abgesagt worden. Dass die French Open unter diesen Umständen – wie von den Organisatoren geplant – Ende September in Paris gespielt werden, scheint nun unrealistisch. Allerdings steht hier eine Entscheidung noch aus.
Abzuwarten bleibt, wie die Spieler auf die Pläne reagieren. Stars wie der Weltranglistenerste Novak Djokovic, French-Open-Siegerin Ashleigh Barty oder Simona Halep hatten sich kritisch geäußert. „Auch ich habe Bedenken. Ich verstehe, dass die Turniere unbedingt stattfinden sollen, aber die Sicherheit aller muss Priorität haben“, schrieb die 24-jährige Barty in einer am Montag veröffentlichten E-Mail.
Boris Becker begrüßte die bevorstehende Ausrichtung der US Open dagegen. „Bravo!!!“, schrieb die deutsche Tennis-Legende bei Twitter und verwies auf den Artikel der „New York Times“. dpa