München – Nach dem Neustart holte die SpVgg Unterhaching aus sechs Partien nur fünf Punkte, der Abstand zu den Aufstiegsplätzen hat sich kontinuierlich vergrößert. Aber die Ambitionen sind geblieben. Die Hachinger hoffen weiter, doch noch ganz oben angreifen zu können. „Wir werden jetzt nicht die weiße Fahne hissen, in dieser verrückten Liga ist alles möglich, aber wir müssen natürlich endlich wieder ein Spiel gewinnen“, betont Trainer Claus Schromm vor dem Spiel am Sonntag in Meppen.
Auch vom Höhenflug der zweiten Mannschaft des FC Bayern könnten die Hachinger profitieren. Nach dem derzeitigen Stand würde in der Endabrechnung Platz fünf reichen, um in die erste DFB-Pokalhauptrunde einziehen zu können. „Das ist sicher auch ein lohnendes Ziel, natürlich finanziell, aber auch für das Image unseres Vereins“, meint Claus Schromm, der in Meppen wohl letztmals für längere Zeit seinem Kollegen Christian Neidhart begegnen wird
Der 51-Jährige wechselt nach siebenjähriger Tätigkeit überraschend vom Drittligisten zum Regionalligisten Rot-Weiß Essen. Durch die Personalie Neidhart wird Claus Schromm zum dienstältesten Trainer der 3. Liga. „Wir setzen in Haching auf Kontinuität und wollen in den nächsten Jahren noch einiges bewegen“, sagt Schromm.
In Meppen müssen die Hachinger erneut die fünf Stammspieler Marc Endres, Seppi Welzmüller, Dominik Stahl, Stephan Hain und Yannik Bandowski ersetzen. Da die vielen „Englischen Wochen“ enorme Substanz gekostet haben, wird Schromm wohl am Sonntag im Emsland personell wieder etwas rotieren. „In diesen Zeiten geht es um die richtige Belastungssteuerung, denn die kommende Woche mit den Spielen gegen Magdeburg und den TSV 1860 wird wieder stressig“, sagt der Hachinger Coach. KLAUS KIRSCHNER