FUSSBALL IN KÜRZE

von Redaktion

Bundestrainer Joachim Löw will der drohenden Terminhatz für seine Nationalspieler mit klugem Personal-Management begegnen. „Regeneration ist bei uns immer ein wichtiges Thema“, sagte Löw der „Bild“-Zeitung: „Natürlich haben wir stets die Belastung im Blick, gerade auch für die Topspieler. Wir werden eine Lösung finden, wenn es so weit ist.“ Die Nationalmannschaft soll Anfang September gegen Spanien und in der Schweiz in die neue Saison der Nations League starten – nur wenige Tage nach dem Champions-League-Finale am 23. August in Lissabon. Weil diese Termine erst am Mittwoch von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) bestätigt wurden, „haben wir uns natürlich noch keine konkreten Gedanken über einzelne Nominierungen gemacht“, sagte Löw. Er wisse aber, dass sich vor allem die Topstars „auch wieder auf Länderspiele freuen“. Allerdings nicht deren Bosse. Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern, der auf den Titel in der Königsklasse hofft, hält die UEFA-Pläne für „nicht gut“. Teams, die im Europacup weit kommen, „muss man garantieren, dass Spieler mindestens zwei Wochen Urlaub haben“, forderte Rummenigge im ZDF. Ansonsten würden „einige dann gar nicht an den Länderspielen teilnehmen können“.

Der deutsche Ex-Weltmeister Sami Khedira muss schon wieder eine Verletzung auskurieren. Der frühere Nationalspieler habe sich an einer Sehne am rechten Oberschenkel verletzt, teilte sein Club Juventus Turin mit. In den kommenden Tagen müsse er weitere Untersuchungen absolvieren. Die „Gazzetta dello Sport“ berichtete am Freitag, dass der 33-Jährige möglicherweise eineinhalb Monate ausfallen werde – was das vorzeitige Ende der Saison für den Mittelfeldspieler bedeuten würde. Khedira musste sich im vorigen Jahr einer Knieoperation unterziehen und war erst kürzlich wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Nach der Corona-Pause beginnt an diesem Samstag wieder die Serie A. Rekordmeister und Tabellenführer Juventus musste in dieser Woche einen Rückschlag hinnehmen, das Team von Trainer Maurizio Sarri verlor das Pokalfinale gegen den SSC Neapel.

Fußball-Idol Uwe Seeler ist 28 Tage nach seiner Hüftoperation wieder zu Hause. Er habe sich gut erholt „und konnte heute aus der Klinik entlassen werden“, teilte die Immanuel Albertinen Diakonie am Freitag mit. Seeler (83) hatte am 21. Mai bei einem Sturz in seinem Haus in Norderstedt bei Hamburg einen Schenkelhalsbruch erlitten und wurde im Albertinen-Krankenhaus in Hamburg-Schnelsen operiert. Dabei wurde dem Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt. Marietta Jansen, Chefärztin der Unfallchirurgie, sagte: „Ich bin sehr zufrieden mit den täglichen Fortschritten, die Herr Seeler seitdem gemacht hat.“

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