WDR plant Online-Ausbau des „Sportschau“-Angebots

von Redaktion

Laut einem Bericht des Fachdienstes Medienkorrespondenz (MK) will der WDR das ARD-Online-Angebot sportschau.de ausbauen. Ob die Pläne vorab mit einem Drei-Stufen-Test untersucht werden müssen, prüfe derzeit der WDR-Rundfunkrat. Wann das 60-köpfige Gremium hierzu eine Entscheidung treffen wird, ist laut MK noch offen – möglicherweise in seiner nächsten Sitzung, die für den 13. August angesetzt ist und im nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf stattfinden soll.

„Im Falle von sportschau.de ist von 2020 bis 2022 eine jährliche Verstärkung für technische Entwicklung und für redaktionelle Belange vorgesehen“, erklärte der WDR auf MK-Nachfrage. Die digitale Welt habe sich „mit immer neuen Ausspielwegen, Plattformen und in der Folge auch neuen Formaten in großer Geschwindigkeit weiterentwickelt“. Zugleich habe sportschau.de in derselben Zeit „keine nennenswerten Stellen- oder Etatverstärkungen erhalten“.

Der vorgesehene Ausbau jetzt habe das Ziel, „die Qualität und Reichweite der Inhalte auf den verschiedenen Plattformen zu steigern“. Geplant sind ein Relaunch der „Sportschau“-App und der Webseite, die künftig strikt auf die Nutzung über mobile Geräte ausgerichtet werden soll. So greifen laut WDR mehr als zwei Drittel der Nutzer beispielsweise über Smartphones auf die Seite zu. 2019 hatte sportschau.de insgesamt 155 Millionen Visits und 530 Millionen Seitenaufrufe.

Über sportschau.de werden darüber hinaus Sportwettbewerbe exklusiv übertragen, die im Fernsehen nicht in voller Länge zu sehen sind. Dieses Live-Streaming habe sich zu „einem attraktiven Teil“ der Seite entwickelt.

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