Eisschnelllauf

Freitag sieht Große skeptisch

von Redaktion

Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, ist weiter skeptisch, ob Matthias Große als kommissarischer Eisschnelllauf-Präsident den Verband einen kann. „Ob für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nach den zahlreichen tiefgreifenden und zudem in aller Öffentlichkeit vorgeführten Zerwürfnissen zwischen Herrn Große/Frau Pechstein auf der einen und Verbandsverantwortlichen/Athlet*innen auf der anderen Seite eine Basis gefunden werden kann, ist für mich mit einem großen Fragezeichen versehen“, sagte die SPD-Politikerin.

Große hatte zuvor zu seinem Hausverbot im Bundestag vor zehn Jahren Stellung genommen. Er äußerte sich dabei zur Kritik von Dagmar Freitag und ihrem SPD-Kollegen Martin Gerster, die ihm damals vorwarfen, von ihm bedroht worden zu sein. „Um das ein für alle Mal klarzustellen: Ich habe noch nie in meinem Leben mit Dagmar Freitag gesprochen und auch nicht mit Martin Gerster. Wie also soll ich sie bedroht haben?“, sagte Große. Freitag konterte: „Um Drohungen auszusprechen, muss man nicht mit jemandem persönlich sprechen. Die damals unverzüglich angefertigten schriftlichen Vermerke meiner Mitarbeiterinnen über die Äußerungen des Herrn Große sprechen hier eine eindeutige Sprache: unverschämt im Tonfall, drohend vom Inhalt („ich marschiere auch in den Plenarsaal ein“), sagte sie. Ihre Mitarbeiterinnen seien nach diesen Anrufen dermaßen verunsichert gewesen, dass deren Fotos aus Sicherheitsgründen von ihrer Website genommen wurden.

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