Am Tag nach seiner Operation konnte Niklas Kaul schon wieder lächeln. Mit dick eingepacktem Arm blickte der jüngste Zehnkampf-Weltmeister der Geschichte voller Zuversicht aufs kommende Jahr und gab aus dem Krankenbett den Startschuss für seine Olympia-Mission in Tokio.
Die Ellenbogen-Verletzung, die seit drei Jahren in „unregelmäßigen Abständen“ für Ärger gesorgt hatte, sei „kein Dauerzustand und es ist suboptimal, wenn das drei Wochen vor den Olympischen Spielen passiert“, sagte Kaul. Deshalb nutzte Deutschlands Sportler des Jahres die CoronaPause, ließ sich vorsorglich operieren und beendete damit seine Saison, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte.
Zunächst muss Kaul nun in der Reha schuften und sich nach zweiwöchiger Sportpause in den Trainingsalltag zurückkämpfen, aber er freue sich auf die Zeit, versicherte Kaul. Denn die OP markiert für ihn zugleich den Startpunkt zum Angriff auf Gold in Tokio. „Für Niklas hat somit Tag eins der Olympiavorbereitung begonnen“, sagte Mehrkampf-Bundestrainer Frank Müller.