IN KÜRZE

von Redaktion

TURNEN

2012 zog es ihn aus Unterhaching nach Berlin, ab sofort trainiert Lukas Dauser in Halle an der Saale: Der WM-Finalist von 2019 wechselt ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Tokio den Stützpunkt. „Manchmal braucht man eine Veränderung, um noch mal einen weiteren Schritt nach vorne zu machen“, sagte der 27-Jährige und erklärte: „Ich erhoffe mir vor allem im Hinblick auf mein Ziel im nächsten Jahr einen neuen Impuls.“ Im Stützpunkt Halle wird Dauser unter Trainer Hubert Brylok und gemeinsam mit Nationalmannschaftskollegen Nick Klessing trainieren. Der WM-Teilnehmer gilt als Spezialist an Ringen und Sprung. Barren-Experte Dauser bezeichnet die beiden Disziplinen als „meine schwächeren Geräte. Dort kann ich mir sicherlich noch einiges abschauen.“

Eishockey

Leon Draisaitl darf sich Hoffnungen auf die Auszeichnung als MVP der NHL machen. Der beste Scorer gehört zu den drei Finalisten für die Hart Memorial Trophy. Die Art Ross Trophy als Scorerkönig der NHL hat der deutsche Superstar schon sicher, jetzt winken ihm auch die Auszeichnungen als „herausragender“ und „wertvollster“ Spieler der Liga. „Er wird sie beide gewinnen“, sagte sein Teamkollege Ryan Nugent-Hopkins. Und auch Kanadas Jungstar Connor McDavid meinte: „Leon sollte sie bekommen.“ Draisaitl sagt: „Jeder Spieler versucht, sich immer weiter zu verbessern. Auch ich. Diese Saison hat es sich ausgezahlt“, sagte der 24-Jährige. Seine beiden Konkurrenten als „Most Valuable Player“ sind Nathan McKinnon (Colorado Avalanche) und Artemi Panarin (New York Rangers). Draisaitl gilt als Favorit, weil er in dieser Saison erstmals auch ohne McDavid brillierte und während dessen Verletzungspause die Oilers quasi im Alleingang auf Play-off-Kurs hielt.

Baseball

Monatelang wurde in der Major League Baseball gestritten, vor allem ums Geld, nebenbei auch um den Umgang mit dem Coronavirus. Dass nun der renommierte Virologe Anthony Fauci, Berater der US-Regierung in Epidemiefragen, die stark verkürzte Saison der Baseball-Profiliga eröffnet, ist sinnbildlich – und zugleich ironisch. Mit Faucis Wurf vor dem ersten Spiel zwischen Titelverteidiger Washington Nationals und Rekordmeister New York Yankees am Donnerstag enden Ungewissheit und Streit, doch die Probleme von Amerikas liebstem Zeitvertreib sind nur vertagt. Immerhin: Der erste Sommer ohne Profi-Baseball seit Gründung der National League 1876 konnte verhindert werden. Jedoch: Wegen Corona und des anhaltenden Streits zwischen den Spielern und den Clubbesitzern um die Bezahlung wird jedes der 30 Teams nun nur 60 statt 162 Spiele in der „regular season“ bestreiten, gefolgt von den Playoffs nach bekanntem Muster bis zur World Series.

Artikel 8 von 11