Bereit für den Restart

von Redaktion

Die Hockey-Teams des MSC warten auf grünes Licht aus der Politik – und haben ab September große Ziele

München – Wenn alles gut geht, wird Hockey als eine der ersten Mannschaftssportarten Anfang September wieder den Spielbetrieb aufnehmen. Die Frauen des Münchner Sportclubs würden dann am 5. September mit dem Spiel beim Berliner HC beginnen und tags darauf bei den Zehlendorfer Wespen antreten, die MSC-Männer würden in Stuttgart mit der Partie bei den Kickers starten – so jedenfalls sehen die vorläufigen DHB-Spielpläne aus. „Die Politik muss jetzt entscheiden, dass es entsprechend den Hygiene-Vorschriften wieder weitergeht“, sagt die MSC-Kommunikations-Beauftragte Hanna Ommert.

Für den Club aus dem Münchner Norden steht in der Restsaison viel auf dem Spiel: 2021 wird das 125-jährige Gründungs-Jubiläum gefeiert und da will man auf jeden Fall „erstklassig“ sein. Keine leichte Aufgabe, denn die Frauen kämpfen aktuell um den Klassenerhalt in der Bundesliga, die Männer wollen unbedingt die Rückkehr ins Oberhaus schaffen. Für die jetzige Spielergeneration eine gewissen Bürde, denn in der erfolgreichen Clubgeschichte holten MSC-Teams den Europacup nach München, dazu ist die Medaillensammlung – mit olympischen Erfolgen und WM-Titeln – mehr als reichhaltig. Mit einer zuletzt sogar prämierten Nachwuchsarbeit soll an die früheren Erfolge angeknüpft werden.

Auf jeden Fall läuft das Training, um für den Ernstfall gerüstet zu sein, auf den beiden Kunstrasenplätzen in der Lerchenau bereits auf Hochtouren. Frauen-Trainer André Schriever freut sich über den Verbleib wichtiger Leistungsträgerinnen: „Es ist ein positives Signal, dass sich alle Spielerinnen trotz Anfragen von deutschen Topclubs zum MSC bekannt haben. Wir starten mit acht Perspektivkader- und U-Nationalspielerinnen in die Spielzeit. Mit einer Qualität, wie wir sie schon länger nicht mehr hatten“.

Julia Mackensen (UHC Hamburg) und Dora Flatten (SC Frankfurt 1880) wechselten schon nach der Hinrunde zum MSC. Dazu kommen Talente aus der erfolgreichen Jugendarbeit des ESV München. Die drei Nachwuchs-Nationalspielerinnen Carla Sambeth, Johanna Kandler und Joana Boehringer wollen sich jetzt auch in der Bundesliga durchsetzen.

Auch für das Männer-Team konnten die Münchner zahlreiche Talente an Land ziehen. Unter den zahlreichen Neuzugängen ist auch Nikas Berendts vom Lokalrivalen TuS Obermenzing. Trainer Patrick Fritsche sprüht jedenfalls vor Optimismus: „Die Mannschaft wird ein neues, junges Gesicht bekommen, es ist aber kein Umbruch, sondern ein Aufbruch, der Aufstieg in die Bundesliga ist für uns kein Ziel, sondern eine Aufgabe“. Wenn es die Umstände erlauben, steht dem MSC aus sportlicher Sicht ein heißer Herbst bevor. KLAUS KIRSCHNER

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