Tag der Revanche?

von Redaktion

GALOPP  Großer Dallmayr-Preis: Quest the Moon gegen Stallgefährte Wai Key Star

München – Die Zeiten mögen kompliziert sein im Galopprennsport – doch eines ist vor dem Großen Dallmayr-Preis am Sonntag in Riem klar: Wo auch immer die Starter des Münchener Besitzers Hans Gerd Wernicke in ihren charakteristischen weiß-grünen Rennfarben zurzeit antreten, zählen sie zum Favoritenkreis. Zum Teil spektakuläre Gruppen-Siege von Runnymede in Mailand, Fearless King im renommierten Mehl-Mülhens-Rennen in Köln oder Quest the Moon in Baden-Baden sprechen eine eindeutige Sprache.

Das mit 77 500 Euro dotierte Riemer Saison-Highlight kommt da gerade recht. Denn Wernicke und Trainerin Sarah Steinberg schicken Wai Key Star und eben Quest the Moon ins Rennen. Für den Vierjährigen sei „der diesjährige Dallmayr-Preis seit Langem sein wichtigstes Saisonziel überhaupt“, bestätigt Racing Manager Harald Schneider, und „seine größte Chance, einen Gruppe 1-Treffer zu landen“.

Zur Erinnerung: Bereits im vergangenen Jahr ließ das Team um Wernicke beide Pferde in dem Gruppe-I-Rennen der höchsten internationalen Kategorie antreten, mit überraschendem Ausgang jedoch: Nach einer großartigen Leistung belegte Wai Key Star Rang zwei und verwies auf den letzten Metern seinen Stallgefährten auf den dritten Platz.

Stellt sich die Frage nach den Konkurrenten in dem sieben Starter umfassenden Teilnehmerfeld am Sonntag. „Das wird schwer“, schränkt Schneider die Aussichten seiner Cracks ein wenig ein und verweist auf die drei Gäste von der britischen Insel, in erster Linie auf Barney Roy aus dem Besitz des Godolphin Managements und immerhin zweifacher Gruppe-I-Sieger. Während mit Spotify ein weiteres, nicht ganz so erfolgreiches Godolphin-Pferd nach München kommt, sind die Aussichten des dritten Gastes deutlich schwieriger einzuschätzen: Der von Joseph Patrick O’Brien trainierte Patrick Sarsfield bestritt erst ein Gruppen-Rennen, wurde aber gegen eine teure Gebühr nachgenannt. Sicher nicht ohne Grund. Apropos Organisation: Sie verläuft „anders“ als sonst, erklärt Sascha Multerer, der Sprecher des Münchener Rennvereins (MRV), weil keine Zuschauer auf die Rennbahn dürfen und das Rennen nur im Internet live zu sehen ist. Corona lässt grüßen. Aufgrund des hohen Renommees sei es allerdings kein Problem gewesen, Starter für den Renntag zu generieren. CHRISTIAN WANNINGER

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