Das „Mia san mia“ bleibt in München

von Redaktion

Hoeneß als Trainer in Hoffenheim vorgestellt – „Mutiger Schritt von beiden Seiten“

Zuzenhausen – Seiner Mannschaft hat sich Sebastian Hoeneß im Freien vor dem Schlösschen auf dem Clubgelände vorgestellt, mit Mäzen Dietmar Hopp bisher nur telefoniert – und ein Blitzlichtgewitter blieb bei seinem ersten Auftritt bei der TSG 1899 Hoffenheim aus. In einer Schalte mit Journalisten und eher zurückhaltend präsentierte sich der neue Trainer der Kraichgauer mit dem prominenten Nachnamen am gestrigen Montag.

Der 38-Jährige startet in der Corona-Krise unter ungewöhnlichen Bedingungen seine erste Amtszeit als Bundesliga-Chefcoach. Er spüre „Nervosität, eine gewissen Anspannung und Vorfreude“, sagte er.

Die erste Übungseinheit mit der Mannschaft bestreitet Hoeneß am Mittwoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Zuzenhausen. „Ich freue mich einfach total auf die Aufgabe hier. In den letzten Tagen habe ich hier sehr gute Eindrücke gewonnen“, sagte der frühere Regionalliga-Spieler der TSG. „Ich glaube, dass hier sehr viel zusammenpasst: die Identität des Clubs und die Vorstellung von Fußball.“

Sportchef Alexander Rosen hatte Hoeneß bereits bei der Verpflichtung als „richtig starken Typen“ bezeichnet und ist in seiner Ansprache schon bei „Basti“ angekommen. „Das ist eine große Chance, wo man zupacken muss“, sagte der neue TSG-Trainer. Die „Mia san mia“-Mentalität müsse er nicht vom FC Bayern mitbringen: „Ich glaube, dass bei der TSG eine Identität vorhanden ist.“ Es gehe in jeder Mannschaft darum, gemeinschaftlich eine Sieger-Mentalität zu entwickeln.

„Mir ging es nie darum, möglichst schnell in die Bundesliga zu kommen“, betonte Hoeneß, dem bewusst ist: „Es ist ein mutiger Schritt von beiden Seiten. Klar habe ich Respekt vor der Aufgabe.“ dpa

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