Aus dem Koma erwacht

von Redaktion

Radprofi Jakobsen geht es besser – Zweiter schwerer Sturz

Kattowitz – Erst neue Hoffnung für Fabio Jakobsen, dann Sorgen um einen weiteren Radprofi: Zwei Tage nach dem schweren Sturz des Niederländers Jakobsen bei der ersten Etappe der Polen-Rundfahrt ist es bei der Tour zu einem weiteren Unfall gekommen. Der Franzose Mickael Delage (Team Groupama-FDJ) musste nach einem Sturz mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. „Er ist bei Bewusstsein, sein Leben ist nicht in Gefahr“, sagte ein Sprecher der Renn-Organisation. Zum genauen Unfallhergang sei noch nichts bekannt. „Das Rad ist ihm außer Kontrolle geraten, er ist gestürzt.“

Kurz zuvor hatte es erfreuliche Meldungen von Jakobsen aus dem Krankenhaus in Sosnowiec gegeben, in das er nach seinem Unfall bei der Zielankunft der ersten Etappe am Mittwoch in Kattowitz gebracht worden war. Der 23-Jährige war am Freitag aus dem künstlichen Koma erwacht. „Wir haben ausgezeichnete Nachrichten. Der Patient ist bei Bewusstsein, er wird nicht mehr künstlich beatmet, der Blutdruck ist normal. Wir sind sehr zufrieden mit seinem Zustand“, sagte der stellvertretende Klinikdirektor Pawel Gruenpeter. Nun stehe die Rehabilitation an. In zwei Wochen könne Jakobsen voraussichtlich nach Hause zurückkehren.

Die Staatsanwaltschaft in Kattowitz hat mittlerweile bekannt gegeben, dass sie Ermittlungen eingeleitet hat. Die Behörde will herausfinden, ob und wer Schuld an dem Unfall hat.

In der Kritik steht vor allem Dylan Groenewegen, der Jakobsen im Zielsprint in die Absperrung gedrängt hat. So forderte Ex-Radprofi Jens Voigt (48) bei Sport1 eine harte Strafe für den 27-Jährigen: „Ich denke da schon an drei bis sechs Monate. Es müsste etwas sein, was wehtut und auch an alle anderen Profis das Signal sendet: Hier wurde eine rote Linie überschritten, das akzeptieren wir nicht mehr.“  dpa

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