Formel 1
Mercedes will den neuen Formel-1-Grundlagenvertrag nicht unterzeichnen. Teamchef Toto Wolff bezeichnete seinen Rennstall am Freitag als „größten Verlierer“ in Bezug auf das Preisgeld. Der Österreicher verwies auf die Erfolge des Teams und auf Weltmeister Lewis Hamilton als Fahrer mit der „größten globalen“ Strahlkraft. „Wir haben den Eindruck, dass wir nicht so behandelt wurden, wie wir sollten, und deshalb gibt es noch eine Menge rechtlicher Themen für uns“, meinte Wolff. „Ich fühle mich nicht bereit dazu, das Concorde Agreement zu unterzeichnen.“ Der aktuelle Grundlagenvertrag (Concorde Agreement) der Formel 1 läuft Ende dieses Jahres aus. Die Vereinbarung zwischen den zehn Teams, dem Motorsport-Weltverband FIA und dem Formel-1-Rechteinhaber regelt die Verteilung der Einnahmen. Die Frist zur Übereinkunft läuft am Mittwoch ab.
Der Automobil-Weltverband FIA hat den Racing-Point-Rennstall in der Kopier-Affäre hart bestraft. Wie die FIA bekannt gab, wird das Team um Ersatzpilot Nico Hülkenberg (Emmerich) mit 400 000 Euro Geldstrafe und dem Abzug von 15 WM-Punkten in der Konstrukteurswertung belegt. Konkurrent Renault hatte nach dem zweiten Saisonrennen in Spielberg sowie den folgenden Läufen in Budapest und Silverstone Protest gegen den RP20 eingelegt. Die Franzosen warfen Racing Point vor, die vorderen und hinteren Bremsbelüftungen ihres Formel-1-Rennwagens nicht selbst entworfen, sondern das Design von Mercedes unerlaubt kopiert zu haben.
Sportklettern
Alexander Megos hat als erst zweiter Mensch eine Felsroute der höchsten Schwierigkeitsstufe erklettert und so für einen Weltrekord gesorgt. Der Ausnahmesportler aus Erlangen bezwang die Route namens „Bibliographie“ in den französischen Alpen und bewertete den rund 35 Meter langen, überhängenden Felsabschnitt als Erstbesteiger selbst mit dem Schwierigkeitsgrad 9c. Denselben Grad hat weltweit nur die Route „Silence“ in Norwegen, die Adam Ondra aus Tschechien vor knapp drei Jahren als Einziger geschafft hatte. „Das ist ein persönlicher Meilenstein meines Kletterlebens“, schrieb Megos bei Instagram.
Motorrad
Stefan Bradl ist bei seinem Comeback in der Königsklasse der Motorrad-WM im Freien Training hinterhergefahren. Der Ersatzpilot für den verletzten Weltmeister Marc Marquez wurde in der ersten Session der MotoGP in Brünn mit knapp zwei Sekunden Rückstand auf die Spitze Letzter. Im zweiten Abschnitt verbesserte sich der ehemalige Moto2-Weltmeister um einen Rang auf Platz 21 – allerdings nur, da Francesco Bagnaia (Italien) keine gezeitete Runde fuhr.