Mihambo als Star vor leeren Rängen

von Redaktion

Fragen und Antworten zur ersten Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft ohne Zuschauer

Was steht an?

Die Deutschen Meisterschaften in der Leichtathletik. Eigentlich hätten die nationalen Titelkämpfe schon Anfang Juni in Braunschweig stattfinden sollen, doch wegen der Corona-Pandemie wurde das Event auf das kommende Wochenende verschoben. Und es werden Meisterschaften, wie es sie noch nie gegeben hat. Zuschauer sind wegen Corona nicht zugelassen.

Warum dürfen die Meisterschaften stattfinden?

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet. Demnach dürfen sich maximal 999 Personen gleichzeitig im Stadion aufhalten. Der Einlass wird disziplinweise organisiert, nach den Wettkämpfen müssen Athleten und Betreuer das Gelände zeitnah wieder verlassen. Im Vorfeld müssen die 477 gemeldeten Teilnehmer und ihre Betreuer sich mit einem Ausweis registrieren, im Stadion soll ein Mund-Nase-Schutz getragen werden, auf den die Athleten während der Wettkämpfe allerdings verzichten dürfen. Beim Einlass soll laut Konzept jeder eine Temperaturmessung durchlaufen und einen Corona-Fragebogen ausfüllen.

Auf wen muss man achten?

Highlight wird vermutlich der Auftritt von Weltmeisterin Malaika Mihambo im Weitsprung (Sonntag, 17.15 Uhr). Doch auch der Speerwurf der Männer (Sonntag, 17.30 Uhr) ist mit Ex-Weltmeister Johannes Vetter und Titelverteidiger Andreas Hofmann stark besetzt. Zudem wird der Auftritt von Sprint-Aufsteiger Deniz Almas über 100 m (Samstag, 19.50 Uhr) mit Spannung erwartet.

Wo kann ich die Wett bewerbe sehen?

ARD (Samstag, 17:10 bis 19:55 Uhr) und ZDF (Sonntag, 17:10 bis 18:55 Uhr) berichten knapp fünf Stunden live aus Braunschweig. „Wir nehmen eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Leichtathletik wahr, weil es in vielen anderen Sportarten noch nicht gelungen ist, hochwertige Wettkämpfe zu organisieren“, sagte die neue Chef-Bundestrainerin Annett Stein.

Welche Stars sind nicht dabei?

Einige prominente Namen werden fehlen: So verzichten Mittelstrecken-Ass Konstanze Klosterhalfen, Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler, der gerade Vater geworden ist, oder Sprinterin Gina Lückenkemper ebenso auf einen Start wie Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul oder Christoph Harting, Diskus-Olympiasieger von Rio.

Stehen auch die Mittel- und Langstrecken auf dem Programm?

In den ersten Planungen für die Geister-DM des DLV hatten die längeren Laufstrecken und Staffelrennen zunächst gefehlt, Läuferinnen wie Hindernis-Europameisterin Gesa Felicitas Krause reagierten geschockt. Nach einer neuen Corona-Verordnung in Niedersachsen wurden die Strecken aber wieder ins Programm aufgenommen. Das bedeutet, dass bei allen Disziplinen, in denen ein Startblock zum Einsatz kommt, keine Bahn aus Kontaktgründen frei bleiben muss. Die Mittel- und Langstreckenläufe können wie gewohnt in freien Bahnen gelaufen werden.  sid

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