Ein Münchner Zeitung nannte ihn einst den „Kamikaze des FC Bayern“, auch wurde er als „schnellster Mann im Aufgebot“ bezeichnet. Wahrscheinlich war Fritz Feilner in den 1960ern sogar der Schnellste im ganzen deutschen Basketball. Heute feiert der Aufbauspieler seinen 80. Geburtstag. Daheim in Garmisch-Partenkirchen, wo alles angefangen hat. Bei den amerikanischen Besatzern lernte er Basketball.
Der 1,80-m-Mann war so talentiert, dass ihn der FC Bayern unbedingt wollte und dafür ein Ablösespiel in Garmisch-Partenkirchen anbot. Geld zahlte man damals noch nicht. Mit Feilner im Aufbau entwickelte sich der FCB zur Nummer eins der Stadt. Feilner führte gelegentlich die Scorerliste an, noch wertvoller war er aber als Verteidiger – nicht umsonst wurde er „Wadlbeißer“ gerufen.
Mehrmals schaffte es der FC Bayern in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, scheiterte aber stets knapp. 1968 holten die Münchner den Pokal. In den Jahren danach tourte Feilner durch das Münchner Umland, baute Vereine auf und landete am Ende wieder am Anfang: beim TSV Partenkirchen. Dort trainiert er noch immer das Frauen-Team. Seine Lizenz gilt bis 2024. Ob er danach weitermacht? Seine Frau Marion sagt ja. „Er trainiert, so lang es geht.“ ANDREAS MAYR