IM BLICKPUNKT

„Offene Meisterschaften von Katar“

von Redaktion

Schon vor dem Finale der Champions League hat das Duell zwischen Bayern München und Paris St. Germain einen Sieger. Katar, der Gastgeber der nächsten WM, sieht sich am Ziel seiner Träume, weil zwei vom Emirat alimentierte Vereine im Finale des wichtigsten Club-Wettbewerbs stehen. „Die Welt wird stillstehen“, prophezeite auf Twitter bereits Qatar Airways für jenes Duell, das in Katar nur einen Namen kennt: „Qlassico“. So begeisternd wie die wirklich historischen Duelle im europäischen Fußball wird das Champions-League-Finale am Sonntag im Rest der Welt aber keinesfalls angesehen. Als „offene Meisterschaften von Katar“ wurde die Partie in den Sozialen Medien schon verspottet, man habe die Wahl zwischen „ein bisschen Katar und viel Katar“. PSG wurde 2011 von Qatar Sports Investments aufgekauft, deren Boss Nasser Al-Khelaifi ist zugleich PSG-Präsident. Ganz so nah stehen die Bayern dem Emirat nicht, der Sponsoren-Vertrag mit Qatar Airways und vor allem die jährlichen Winter-Trainingslager am Golf, begründet mit Marketingabsichten, haben dem Club trotzdem schon häufig Kritik eingebracht.

Artikel 1 von 11