Stuttgart – Jetzt passen auch die Rückennummern zu den designierten Nachfolgern der legendären „Robbery“-Flügelzange des FC Bayern. Nachdem Leroy Sané (24) nach seinem Wechsel das Trikot mit der Nummer zehn erhalten hatte, das Arjen Robben zehn Jahre lang trug, hat Flügelpartner Serge Gnabry (24) nun nachgezogen und wird in der kommenden Saison mit der Nummer sieben auflaufen, die er mit Verspätung jetzt von Franck Ribéry geerbt hat. „Ich freue mich sehr, künftig mit dieser Rückennummer aufzulaufen. Franck hat die Fans immer begeistert – das motiviert mich umso mehr“, sagt Gnabry.
Die neuer Gnabry-Nummer zeigt, welch große Wertschätzung er mittlerweile im Verein genießt. Kein Wunder: Immerhin ist er bereits in seinem zweiten Jahr in München zum absoluten Leistungsträger geworden, der mit seinen Toren einen großen Anteil am Bayern-Triple hatte. Für DFB-Sturmkollege Timo Werner (24), der vor seinem Wechsel zu Chelsea ebenfalls Thema beim FC Bayern war, verbietet sich daher eine Diskussion um Gnabrys Klasse: „Serge ist Champions-League-Sieger geworden und mit einer der wichtigsten Spieler gewesen. Da braucht man dann nicht fragen, ob er Weltklasse ist oder nicht. Serge ist in der zurzeit besten Mannschaft einer der wichtigsten Spieler. Er ist ein super Spieler, der auch in der Nationalmannschaft trifft wie am laufenden Band, der Bayern mit zum Champions-League-Titel geschossen hat und einer der Hauptakteure war.“
Diesen Status möchte sich auch Sané nach seinem Kreuzbandriss beim Rekordmeister und in der Nationalmannschaft erarbeiten. „Alle sind heiß auf die neue Saison, das gilt natürlich gerade auch für mich“, sagt Sané der „Sport Bild“ und kündigt an: „Wir haben weiterhin große Ziele mit dem Klub. Für mich wäre jeder Titel etwas ganz Besonderes, weil ich bisher in Deutschland noch keinen geholt habe. Dafür werde ich alles geben.“ Nachdem sich der Wechsel durch Sanés Verletzung um ein Jahr verzögert hat, muss der Nationalspieler in München erst noch beweisen, dass er ein würdiger Flügel-Nachfolger für „Robbery“ ist. Robben und Ribéry wurden erst mit Ende 20 unverzichtbar. Beim Triple-Gewinn 2013 war Robben 29 und Ribéry bereits 30, Gnabry konnte diesen Erfolg.
Wenn es nach Bayern-Kollege Niklas Süle geht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch Sané in den Genuss eines Champions-League-Siegs kommt. „Dieser Junge ist einfach top und wird uns auch sportlich unglaublich weiterbringen.“ Und wer weiß, vielleicht werden Sané und Gnabry eine noch erfolgreichere Ära prägen, als die Flügelzange „Robbery“ im vergangenen Jahrzehnt. bok