Comeback mit Krämpfen

von Redaktion

„Bei 80 Prozent“: Sané verließen nach einer Stunde die Kräfte

Stuttgart – Nach gut einer Stunde Spielzeit war Schluss für Leroy Sané. Kurz zuvor hatte der neue Stürmerstar des FC Bayern bei seinem DFB-Comeback noch eine Großchance kreiert, als er mit Tempo in den spanischen Strafraum dribbelte und auf Timo Werner quer legte, der allerdings nur das Außennetz traf. Danach lagen Sané und Werner im Strafraum. Der Neu-Münchner blieb länger auf dem Hosenboden sitzen und dehnte sich durch. Danach war schnell klar: Für recht viel länger als eine Stunde Spielzeit reicht’s für den Angreifer noch nicht.

Kein Problem für Bundestrainer Joachim Löw, der nach dem Spiel erklärte: „Leroy hatte Krämpfe. Man muss sehen, woher er kommt. Er hat die letzten sechs, sieben Monate fast kein Spiel gemacht, nur trainiert. Es war klar, dass bei ihm dann die Kraft nachlässt.“ Sané selbst attestierte sich nach fast zweieinhalb Monaten ohne Spielpraxis eine ordentliche Leistung: „Ich bin ganz zufrieden mit meinem Spiel. Ich fühle mich körperlich ganz okay. Noch fehlt etwas Rhythmus im Spiel. Ich muss die Power noch wiederbekommen.“ Die letzte Entschlossenheit vorm Tor fehlt beim ehemaligen City-Profi ebenfalls noch. Seine aktuelle Leistungsfähigkeit sieht der dribbelstarke Flügelstürmer demnach bei 80 Prozent.

Löw setze Sané zusammen mit Werner als Doppelspitze ein, dahinter spielte Julian Draxler auf der Zehner-Position. Da dieses Trio in dieser Konstellation noch nicht wirklich harmonierte, klappte im Zusammenspiel noch nicht alles. Sehr zum Unmut von Sané, der nach misslungenen Aktionen von ihm selbst oder den Kollegen lautstark schimpfte und seinem Ärger so Luft machte.  bok

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