HEINRICH HEUTE
Der größte Unterschied zwischen Joachim Löws „Die Mannschaft“ und den Triple-Bayern ist die Lautstärke. Von den DFB-Chorknaben ist im leeren Stadion wenig zu hören. Paul Simon und Art Garfunkel denken über eine Jogi-Edition ihrer „Sounds of Silence“ nach, mit den Sportfreunden Stiller und den Geschwistern Leismann. Was für ein Unterschied zum FCB und seinem Oberkommandierenden Thomas Müller. Radio Müller sendet, ruft, plärrt unermüdlich: „Was machst du, Alter?“ „Spiel! Lauf! Laaaauuuuuuf!“ Löw erwägt jetzt ernsthaft, Müller doch zurückzuholen – aber nicht zum Spielen, sondern zum Brüllen. Er soll das Team von außen nach vorne peitschen und den Raum deuten, am besten über die Stadion-Lautsprecher. Dann ist endlich Leben in der Bude: „Toni! Weiter, weeeiiiter!!“ „Timo, liiiiiiiiiiiinks!!!“ Die Frage ist halt: Für was brauchen wir dann noch den Jogi?