„Drei Lebensjahre verloren“

von Redaktion

Bernal berichtet von seinen schwersten Stunden als Radprofi

Sassenage – Bislang war die Karriere von Egan Bernal ein einziger Höhenflug, doch am Sonntag erlebte der kolumbianische Tour-Titelverteidiger die schwersten Stunden seines Sportlerlebens. „Ich habe das Gefühl, dass ich heute drei Lebensjahre verloren habe“, sagte Bernal nach seinem Einbruch auf der 15. Etappe der Tour de France.

7:20 Minuten verlor der 23-Jährige vom Team Ineos Grenadiers auf Sieger Tadej Pogacar (Slowenien), nachdem er schon früh am knüppelharten Schlussanstieg zum Grand Colombier hatte abreißen lassen müssen. „Vom ersten Aufstieg an ging es mir nicht gut“, sate Bernal: „Den ganzen Tag fehlte mir die Kraft, ich war nicht in meiner normalen Form.“

Illusionen macht sich Bernal angesichts von mehr als acht Minuten Rückstand auf Spitzenreiter Primoz Roglic keine: „Die Wahrheit ist, dass ich heute die Tour verloren habe. Aber so ist eben der Radsport.“

Damit wird sich der „Fluch der frühen Jahre“ fortsetzen. Seit Miguel Indurain (1991/92) hat kein Fahrer seinem ersten Titel im folgenden Jahr sogleich den zweiten hinzugefügt. Lance Armstrong gelang dies zwar 1999 und 2000 – diese beiden Siege und sämtliche fünf anderen wurden dem „Jahrhundertdoper“ aber aberkannt.  sid

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