Menschenleere Hölle

von Redaktion

Handball: Kiel eröffnet (Geister-)Saison

Flensburg/Kiel – Keine Fans, kaum Spielpraxis – aber endlich wieder Handball: Wenn die SG Flensburg-Handewitt am Mittwoch die neue Champions-League-Saison gegen KS Kielce mit Nationaltorhüter Andreas Wolff eröffnet, ist die Vorfreude bei den Spielern groß.

„Ich will einfach wieder Handball spielen“, sagte 2016-Europameister Wolff im Interview mit der dänisch-deutschen Tageszeitung Flensborg-Avis. Der Keeper von Kielce freut sich, dass der Handball damit auf die Bildfläche zurückkehrt: „Ich persönlich bin der Meinung, dass es unserer Sportart nicht unbedingt gut tut, wenn wir jetzt noch länger Pause machen. Wir Spieler verlieren die Praxis, und die Zuschauer verlieren den Sport aus den Augen.“

Mit dem Spiel des deutschen Vizemeisters Flensburg gegen Kielce am Mittwochabend (20.45 Uhr/DAZN, neuer Fernsehpartner nach Ausstieg von Sky), nach dann 192 Tagen ohne Handballspiel unter Wettkampfbedingungen, hat das Warten ein Ende. Am Donnerstag steigt auch der in der Spielpause zum Corona-Meister gekürte THW Kiel (in Zagreb) ein.

Doch der Rahmen für den Neustart ist gut zwei Wochen vor dem Ligabeginn gewöhnungsbedürftig. Die „Hölle Nord“ in Flensburg wird am Mittwoch erstmals in der 30-jährigen Geschichte der SG menschenleer sein, die Partie als erstes „Geisterspiel“ in die Historie eingehen.

Um einen halbwegs geregelten Ablauf der Spiele auf dem gesamten Kontinent sicherzustellen und das Infektionsrisiko dabei zu minimieren, bietet die Europäische Handball-Föderation den Teams bezuschusste Charterflüge zu den Auswärtsspielen an.  sid

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