76,5 Prozent kontra Löw

von Redaktion

Der Druck auf den Bundestrainer wächst

Köln – Für die Kritiker? Nein, den Fußball-Experten und denjenigen, die sich dafür halten, wollte Jogi Löw auch gestern vor der Partie nichts beweisen. „Für uns müssen wir es machen“, sagte der Bundestrainer. Und überhaupt, „als Trainer muss man die Tür irgendwann mal hinter sich zumachen“, betonte Löw. „Wenn ich das tun würde, was die Kritiker wollen, würde ich nur hin- und herspringen.“

Einer der kritischen Stimmen nach den zuletzt schwächeren Vorstellungen der deutschen Nationalmannschaft war Lothar Matthäus. Der Rekordnationalspieler hatte nach dem 3:3 gegen die Türkei am vergangenen Mittwoch die Personalauswahl und taktische Fehler bei den Einwechslungen kritisiert.

In seiner Sky-Kolumne schlug der 59-Jährige nun wohlwollendere Töne an. „Wenn wir uns das nächste Mal über den Weg laufen, trinken wir wieder einen Kaffee miteinander und wechseln mit Sicherheit nicht die Straßenseite“, schrieb Matthäus. Löw sieht das wohl ähnlich. „Damit muss man umgehen können. Ich bin lange dabei und kann es einschätzen“, so der 60-Jährige.

Die Rückendeckung der deutschen Fans hat er allerdings verloren, die Mehrheit sieht ihn nicht mehr als richtigen Trainer an. 76,5 Prozent der Befragten stimmten in einer Umfrage von FanQ mit „Nein“. Nur 14,5 Prozent waren gegensätzlicher Meinung. Wunschnachfolger wären für die Fans Jürgen Klopp (46,2).  mm

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