Ein neuer Alonso

von Redaktion

Marc Roca hat ein prominentes Vorbild: Bei Bayern möchte er „von den Besten lernen“

München – Eine große Freude hat der FC Bayern Marc Roca schon gemacht, bevor er den Spanier kurz vor Transferschluss unter Vertrag genommen hat. Es sei ja jedem bekannt, dass zwischen dem FC Barcelona und seinem ehemaligen Arbeitgeber Espanyol eine „große Rivalität“ herrsche. Und wenn der Erzfeind dann mal eben in einem Champions-League-Viertelfinale 2:8 verliert, schaut man sich das halt gerne an. Wobei: „In der Höhe war das selbst für mich überraschend.“

Roca konnte damals vor dem TV schon sehen, was seine heutigen Mitspieler zu leisten imstande sind. Leon Goretzka und der heutige Ex-Bayer Thiago bildeten damals die Doppel-Sechs, weil der eigentliche Abwehrchef Joshua Kimmich rechts hinten gebraucht wurde. Nun, wo er auch ein Münchner ist, will Roca also „von den besten Spielern lernen – und dann auch zu den Besten gehören.“

Der Weg dahin ist für den 23-Jährigen noch zu gehen, aber, so glaubt man in der Vorstandsetage, er ist realistisch. Schon das erste Gespräch mit dem U 21-Europameister im Jahr 2019 hat Hasan Salihamidzic „gut gefallen“, 40 Millionen Euro fällige Ablöse aber waren damals zu viel. Nun ließ Absteiger Espanyol Roca bekanntlich für unter zehn Millionen ziehen, und der Sportvorstand ist sich sicher: „Die fußballerischen Fähigkeiten, seine Technik, sein Spielverständnis werden uns helfen.“ Unaufgeregt verfolgte Roca das Lob vom Chef, er lächelte aber immer wieder. Beide Seiten glauben daran, gemeinsam Erfolg zu haben.

Ein neuer Thiago wurde gesucht, Roca gilt aber als kompletter Sechser. Sein Vorbild: Xabi Alonso, „an ihm habe ich mich immer orientiert, zu ihm aufgeschaut“, auch als er im Münchner Mittelfeld die Strippen zog. Experten bezeichnen ihn eher als zweiten Sergio Busquets – auch okay. So oder so sagt er: „Ich will die Chance nutzen, die mir der FC Bayern gegeben hat.“ Und beim nächsten Mal gegen Barca auf dem Feld stehen.  hlr

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