München – Der Streit zwischen Robert Lewandowski und seinem ehemaligen Berater Cezary Kucharski eskaliert.
Erst vor Kurzem hatte folgende Nachricht für Aufsehen gesorgt: Laut „Spiegel“ soll sein Ex-Agent eine Klage in Warschau eingereicht haben, in der er dem Bayern-Stürmer sowie seiner Ehefrau Anna vorwirft, mehrere Millionen Euro aus der Firma RL Management (verwaltet die Werbeeinnahmen des Kickers) abgezweigt zu haben. Besagte Firma gehörte Lewandowski und Kucharski, weshalb sich Letzterer nun betrogen von dem Superstar fühlt und einen Schadensersatz von rund neun Millionen Euro von ihm fordert. Eine Beschuldigung, die Lewy nun laut „Spiegel“ natürlich nicht auf sich sitzen lässt und zurückklagt.
Er wirft Kucharski vor, ihn erpresst zu haben – eine Lösung des Konfliktes scheint nur noch vor Gericht möglich. Brisant: Auch die deutschen Steuerbehörden verfolgen den Fall. Sollte sich der Verdacht bewahrheiten, dass ein Vertrag über Lewandowskis Werberechte rückdatiert wurde, drohen dem Torjäger des Rekordmeisters auch hierzulande ernsthafte Konsequenzen.
In diesem Fall würde sich der Profi der Steuerhinterziehung im zweistelligen Millionenbereich strafbar gemacht haben. Laut „Spiegel“ ließ Lewandowski mitteilen, dass er mit den deutschen Behörden kooperiere, „um mögliche Einwände und Zweifel zu klären“. Ob Kucharski oder Lewandowski Recht haben, gilt es ebenfalls zu klären. Dass der Bayer Kucharski nun ebenfalls angeklagt habe, liege laut Aussagen seines Anwalts im „Spiegel“ darin begründet, dass sein ehemaliger Repräsentant „mehrere Dutzend Millionen Zloty (polnische Währung, d. Red.) … als Äquivalent für die Nichtveröffentlichung von Inhalten angeführt“ habe, die Le-wys Ruf schaden könnten.
Der Vorwurf lautet demnach: Erpressung! Ermittlungen soll nun Licht ins Dunkel bringen. lop