Biathlon-Chef Kirchner: „Wir sind gerüstet“

von Redaktion

München – Mark Kirchner machte nicht den Eindruck, als ob sich für seine Biathleten besonders viel geändert hätte. „Wir haben das Training gut durchziehen können. Es war qualitativ hochwertig, wir haben ein gutes Paket geschnürt“, fasste der 50-jährige Biathlon-Chefcoach die Saisonvorbereitung seines Männerteams zusammen. Natürlich gab es auch für die deutschen Skijäger coronabedingte Einschränkungen. Aber Kirchner ist eben ein Mann des unbedingten Pragmatismus. Sich zu beklagten oder zu spekulieren liegt dem nüchternen Thüringer überhaupt nicht. „Ich kann mich nicht mit Sachen beschäftigen, auf die ich keinen Einfluss habe“, betonte er am Mittwoch beim Pressegespräch des Deutschen Ski-Verbands (DSV), das online – also in Form eines sogenannten Webinars stattfand.

Kirchners Konzentration gilt somit ganz der kommenden Weltcup-Saison, die am 28. November im finnischen Konthiolahti beginnen und – zumindest – in den ersten Monaten ohne Zuschauer stattfinden wird. Fix nominiert hat er bislang nur Arnd Peiffer (33), Benedikt Doll (30), Philipp Horn (25) und Johannes Kühn (28). Bei den Deutschen Meisterschaften im September in Altenberg profilierten sich zwei Neulinge. Der Schlechinger Dominic Schmuck (24) und der Ruhpoldinger Johannes Donhauser (26) errangen jeweils einen nationalen Titel – vor den weitaus namhafteren Routiniers. „Die beiden haben sich gut eingefügt. Konkurrenz belebt das Geschäft“, meinte Kirchner. Die beiden Newcomer aus Oberbayern werden auch im Trainingslager in Munio/Finnland (ab 14. November) dabei sein, wo dann die endgültige Entscheidung über die Besetzung der Weltcup-Mannschaft fallen wird.

Grundsätzlich ist Kirchner im Hinblick auf den kommenden Biathlon-Winter bester Dinge: „Ich habe ein gutes Gefühl, eine intakte Mannschaft zu haben. Wir sind auf alle Fälle gerüstet.“ ARMIN GIBIS

Artikel 1 von 11