Sararer knipst

von Redaktion

Türkgücü München siegt in Zwickau 1:0

Zwickau – Den ersten Schreck gab es gestern bereits vor der Partie. Wenige Stunden vor Anpfiff vermeldete der FSV Zwickau einen Corona-Fall im Funktionsteam. Das Nachholspiel musste jedoch nicht erneut verschoben werden, die infizierte Person befindet sich in Quarantäne, alle anderen Befunde waren negativ.

Auf dem Platz agierten die Münchner für „mehr Stabilität“ (Geschäftsführer Max Kothny) defensiv mit einer Fünferkette. Die taktische Umstellung fruchtete, die Verteidigung stand kompakt, das Umschalten verlief jedoch lange Zeit nur sehr schleppend.

Auch Sercan Sararer, der nach seiner Gelbsperre in die Startelf zurückkehrte, konnte zunächst kaum Akzente setzen. In der zweiten Halbzeit opferte Coach Alexander Schmidt früh Stürmer Tom Boere, um mit dem eingewechselten Nico Gorzel etwas mehr Balance ins Spiel zu bekommen. Die erste gefährliche Aktion hatten dann aber die Hausherren nach einem Distanzschuss von Leon Jensen (55.) – René Vollath lenkte die Kugel jedoch über die Latte. Das Aufbauspiel des Vereins von Präsident Hasan Kivran war lange Zeit zu behäbig.

Auf dieses Auswärtsspiel hatten die Münchner vorher mit einiger Sorge geblickt. In Zwickau posierten vor einigen Wochen Anhänger einer rechtsextremen Partei vor dem Stadion mit einem Banner (Türkgücü NICHT Willkommen). Der FSV positionierte sich klar, auch gestern leuchtete auf der Anzeigetafel die Botschaft, dass die Münchner sehr wohl willkommen sind.

Auf dem Rasen sorgte dann doch Zauberer Sararer wieder einmal für den Unterschied. Nach einem schönen Pass des eingewechselten Ünal Tosun verwandelte der 30-Jährige zum entscheidenden 1:0 (70.).

„Ich war mit einigen Positionen überhaupt nicht zufrieden, wir waren oft zu spät dran“, sagte Schmidt über die erste Halbzeit. Matchwinner Sararer hofft, „dass wir auch am Samstag gegen Rostock wieder gewinnen“.  nms

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