Ein Sieg fürs Prestige

von Redaktion

3:1 – Hertha BSC gewinnt das Berliner Stadtderby gegen Union

Berlin – Hertha BSC hat dank Joker Krzysztof Piatek das „Geisterderby“ gegen Union Berlin gewonnen und die Vormachtstellung des Rivalen in der Hauptstadt ins Wanken gebracht. Der eingewechselte polnische Nationalstürmer sorgte mit seinem Doppelpack (74. und 77.) fast im Alleingang für Herthas 3:1 (2:1)-Prestigesieg am Freitagabend gegen die Eisernen, die knapp 70 Minuten in Unterzahl spielen mussten.

Die 1:0-Führung für Union erzielte im zuschauerfreien Olympiastadion Stürmer Taiwo Awoniyi (20.). Nur drei Minuten später sah Robert Andrich, der bei einem Zweikampf mit Lucas Tousart das Bein zu hoch gestreckt und seinen Gegenspieler an der Schulter getroffen hatte, wegen groben Foulspiels die Rote Karte. Hertha tat sich trotz mehr Ballbesitz und der nummerischen Überlegenheit lange schwer, doch dann traf Rechtsverteidiger Peter Pekarik zum 1:1 (51.). Danach schlug Piatek doppelt zu.

Es entwickelte sich zu Beginn genau die Partie, die alle im Vorfeld erwartet hatten: verbissen geführte Zweikämpfe, hohe Laufbereitschaft, wenig Räume für die Offensiven, kaum Strafraumaktionen. Doch dann kam Schwung ins Spiel: Union ging mit dem ersten gelungenen Spielzug in Führung, nachdem Marcus Ingvartsen den Ball sehenswert auf Torschütze Awoniyi durchgesteckt hatte.

Die Freude der Gäste währte aber nur drei Minuten. Nach Andrichs Platzverweis begann für Union ein harter Abwehrkampf. Hertha aber tat sich mit einem Mann mehr lange schwer. Dem Team fehlten die Ideen, das Bollwerk der Union zu knacken. Und so war es Dodi Lukebakio (40. und 44.), der vor dem Halbzeitpfiff zwei gute Chancen ausließ.

Zur zweiten Halbzeit brachte Hertha-Trainer Bruno Labbadia in Krzysztof Piatek und Javairo Dilrosun zwei zusätzliche Offensivkräfte. Der Druck auf die Unioner wurde größer – nach dem Ausgleich durch Pekarik nahm er aber kurioserweise wieder etwas ab. Doch auf Piatek war Verlass.  sid

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