Gipfeltreffen auf Augenhöhe

von Redaktion

Hansi Flick erwartet gegen Leipzig eine Steigerung seiner Elf und lobt den Gegner

VON JONAS AUSTERMANN

München – Der FC Bayern arbeitet sich in diesen kalten Dezemberwochen weiter an seinem Abrisskalender ab. Vor dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen RB Leipzig an diesem Samstag (18.30 Uhr, Sky) steht auf dem obersten Zettel wahlweise eine fünf – für die Anzahl der bis Weihnachten ausstehenden Spiele – oder eine 14 – für die Tage bis zum letzten Spiel des Jahres 2020.

Klar ist: Übungsleiter Hansi Flick will fünf Siege. „Wir wollen möglichst keinen Punkt herschenken“, sagt der Bayern-Coach vor dem Ligagipfel. Halten sich die Bayern-Stars an Flicks Wunschzettel oder gibt’s gar schon am Samstag eine schöne Bescherung? „Champions sind immer da, wenn so große Spiele anstehen“, meinte Flick am Freitag und nahm seine Mannschaft gewissermaßen in die Pflicht. „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie zeigt, dass sie wesentlich besser spielen kann als in den letzten Spielen.“

Seit dem Sieg in Dortmund (3:2) und der anschließenden Länderspielpause stottert der Bayern-Motor etwas, aber nichtsdestotrotz blieb er eben am Laufen. 1:1 gegen Bremen, 3:1 gegen Salzburg, 3:1 in Stuttgart – und das dann 1:1 mit einer B-Elf bei Atlético Madrid in der Champions League. Flick und sein Trainerteam wissen, woran sie derzeit unbedingt schrauben müssen.

13 Gegentreffer nach neun Spielen sind schlichtweg zu viel für die Ansprüche des rekordmeisters. Leipzig kassierte zum Vergleich bislang gerade einmal sechs Tore. „Wir sind aktuell nicht damit zufrieden, dass wir so viele Torchancen zulassen“, sagte Flick. „Das hängt oftmals damit zusammen, dass wir sehr hoch pressen und da vielleicht immer mal wieder einen Meter zu spät gekommen sind.“

Und diese fehlende Frische kann beim bayerischen Pressing-Fußball auch mal tödlich sein. Gegen „Toptrainer“ Julian Nagelsmann und die zweitplatzierten Leipziger steht ohne Frage ein echter Härtetest an. „RB ist sehr variabel und setzt den Gegner gut unter Druck“, meinte Flick.

„Diese Idee vom Fußball sagt mir zu.“ Das dürfte auch für die Neuigkeiten aus dem Lazarett gelten. Alphonso Davies (nach Bänderriss) trainierte wieder mit dem Team, könnte am Mittwoch gegen Moskau zurückkehren. Joshua Kimmich würde nach auskuriertem Meniskusriss laut Flick am liebsten schon gegen Leipzig mitmachen, werde aber langsam herangeführt. Ein Comeback noch in 2020 scheint möglich. Corentin Tolisso (muskuläre Probleme) fällt weiter aus.

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