ZUR PERSON

Heiß: Metzgersohn, Nationalspieler, ewiger Löwe

von Redaktion

Alfred „Fredi“ Heiß, der an diesem Samstag seinen 80. Geburtstag feiert, ist nach Petar Radenkovic (86) und Peter Grosser (82) der drittälteste noch lebende Meisterlöwe. Geboren 1940 in München wächst Heiß in der Maxvorstadt auf, wo sein Vater eine Metzgerei besitzt. Mit 13 Jahren schließt er sich im Jahr 1954 dem TSV 1860 an. Auch in die Nationalmannschaft wird er von DFB-Auswahltrainer Helmut Schön berufen, 1962 beim 5:1 gegen die Schweiz absolviert er sein erstes von insgesamt acht A-Länderspielen. Die größten Erfolge gelingen Heiß aber auf Vereinsebene. 1964 gewinnt er mit den Löwen den DFB-Pokal, schafft es 1965 ins Finale des Europapokals der Pokalsieger nach Wembley (0:2 gegen West Ham United). Höhepunkt: der Meistertitel 1966. Tiefpunkt: der Abstieg 1970. Nach seiner Profikarriere mit 169 Bundesligaspielen und 40 Toren wird der gelernte Speditionskaufmann Mitinhaber eines Fuhrunternehmens, beim TSV 1860 engagiert er sich zwischen 1991 und 2007 als Vizepräsident, Fußball-Abteilungsleiter und Aufsichtsrat. Heiß, seit 1963 verheiratet, hat mit Ehefrau Ingrid zwei Kinder (Peter und Carolin), das Paar lebt in Neukeferloh. lk

Artikel 1 von 11