Peiting – Jürgen Graller, der Bundestrainer der deutschen Ski-Damen, sieht den anstehenden Speed-Rennen mit eher gemischten Gefühlen entgegen. „Ich habe zwar sieben Startplätze zur Verfügung, aber keine Fahrerinnen“, sagt er. Nachdem die Parade-Alpine Viktoria Rebensburg im Sommer zurückgetreten war, sollten andere in die Bresche springen. Mit Michaela Wenig, Patrizia Dorsch, Katrin Hirtl-Stanggaßinger und Carina Stuffer fallen aber gleich vier Athletinnen derzeit verletzt aus. Somit feiert Nadine Kapfer (SC Garmisch) an diesem Wochenende ihr Weltcup-Debüt.
Die 20-jährige Peitingerin startet bei den beiden Super-G-Rennen (Samstag und Sonntag jeweils 11.30 Uhr/ARD und Eurosport) in St. Moritz. Neben ihr wird der DSV nur noch die arrivierte Kira Weidle (Starnberg), die einzige große deutsche Hoffnung in den Speedrennen, und Fabiana Dorigo (TSV 1860 München) ins Rennen schicken.
„Nadine Kapfer hat in diesem Jahr eine große Steigerung an den Tag gelegt“, urteilt Graller. „Zwar ist sie sicher noch nicht auf dem Niveau einer Weltcup-Fahrerin, aber da genügend Startplätze zur Verfügung stehen, haben wir – die Athletin und der Trainerstab – entschieden, sie unter dem Aspekt des nächsten Entwicklungsschrittes in St. Moritz starten zu lassen.“
Kapfer sagte im Hinblick auf ihr Debüt: „Noch geht’s, aber die Nervosität wird schon noch kommen.“ mm