FUSSBALL IN KÜRZE

Andrich für drei Spiele gesperrt U21: DFB-Team in Topf 1 gesetzt St. Pauli: Lienen wird Wertebotschafter TSG Hoffenheim mit Rekordbilanz

von Redaktion

Mittelfeldspieler Robert Andrich vom Bundesligisten 1. FC Union Berlin ist vom DFB-Sportgericht für drei Partien gesperrt worden. Wie der Deutsche Fußball-Bund am Mittwoch mitteilte, ist die Strafe wegen rohen Spiels verhängt worden. Der 26 Jahre alte Profi war im Stadtderby bei Hertha BSC am vergangenen Freitag in der 24. Minute des Feldes verwiesen worden, weil er Gegenspieler Lucas Tousart in einem Zweikampf mit dem Fuß im Halsbereich getroffen hatte.

DFB-Trainer Stefan Kuntz und die deutsche U21-Nationalmannschaft blicken heute gespannt in die Schweiz. Bei der Auslosung für die EM 2021 in Nyon (15.00 Uhr) hat die deutsche Mannschaft gute Voraussetzungen, neben Spanien, Frankreich und England ist sie in Topf 1 gesetzt. Die EM in Slowenien und Ungarn findet im kommenden Jahr zweigeteilt statt. Die Gruppenspiele der 16 Teams sollen zwischen dem 24. und 31. März ausgetragen werden, die K.o.-Runde beginnt am 31. Mai mit dem Viertelfinale. Deutschland nimmt zum fünften Mal in Folge an einer U21-EM teil. 2017 hatte die deutsche Mannschaft unter Kuntz den Titel geholt, 2019 ging das Finale gegen Spanien verloren.

Ex-Trainer Ewald Lienen bleibt dem FC St. Pauli erhalten. Der 67-Jährige wird beim Zweitligisten Marken- und Wertebotschafter, teilte der Verein am Mittwoch mit. Lienen, früher auch Coach des TSV 1860, hat sich schon in der Vergangenheit für Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz und soziale Initiativen engagiert. Nunmehr soll der bisherige Technische Direktor Kontakte zu den Partnern des Vereins pflegen und ausbauen sowie den FC St. Pauli an Spieltagen und bei Vorträgen vertreten. „Wir haben die Kraft, etwas zu verändern. Nachhaltigkeit und Umweltschutz liegen mir besonders am Herzen und müssen tagtäglich weiter vorangetrieben werden“, sagte Lienen.

Trotz der großen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie hat Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim in der vergangenen Spielzeit die beste Bilanz seiner Geschichte verbucht. Die GmbH erlöste im vergangenen Geschäftsjahr 229 Millionen Euro und steigerte den bisherigen Rekordumsatz aus der Vorsaison um 39 Prozent. Der Gewinn nach Steuern konnte auf 56 Millionen Euro verdreifacht werden. Auch dies ist das mit Abstand beste Ergebnis in der Clubhistorie. Die Zahlen seien „beeindruckend, vor dem Hintergrund der aktuellen Lage bedeuten sie aber nur eine Momentaufnahme“, sagte Geschäftsführer Frank Briel. „Schon jetzt zeichnet sich ab, dass getrieben durch die Corona-Pandemie dem Rekord- ein Krisenjahr folgen wird, in dem wir voraussichtlich auf einen Verlust in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe zulaufen werden.“

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