FUSSBALL IN KÜRZE

Bilic entlassen Corona bei Würzburg Struth: Vereine schuld

von Redaktion

West Bromwich Albion hat sich wegen andauernder Erfolglosigkeit von seinem kroatischen Trainer Slaven Bilic getrennt. Wie der Vorletzte der englischen Premier League am Mittwoch mitteilte, haben auch die Co-Trainer Dean Racunica und Danilo Butorovic den Fußball-Verein mit sofortiger Wirkung verlassen. Obwohl dem Team am Dienstag bei Manchester City ein 1:1 gelang, reichte das dem 52 Jahre alten Bilic nicht, um seinen Job nach etwa 18 Monaten bei West Brom noch länger ausüben zu dürfen. Bisher hat West Brom nur sieben Punkte aus den ersten 13 Spielen gesammelt. In seiner ersten Saison als Cheftrainer hatte der frühere Profi des Karlsruher SC (1993-1996) das Team zum Aufstieg in die Premier League geführt.

Ein Coronafall bei den Würzburger Kickers bringt den Spielplan der zweiten Fußball-Bundesliga durcheinander. Nachdem ein Mitglied des Funktionsteams positiv getestet worden war, beorderte das Gesundheitsamt der Stadt die Mannschaft umgehend in Quarantäne. Das Heimspiel der Mainfranken am Mittwochabend gegen den FC St. Pauli musste demzufolge abgesagt werden, auch das Auswärtsspiel am Samstag bei Darmstadt 98 fällt aus.

Spielerberater Volker Struth sieht die Clubs und nicht seine Branche als Hauptverantwortliche für die gestiegenen Transfersummen. „Damit haben wir nichts zu tun. Und auch der Spieler nicht. Das sind die Vereine untereinander“, sagte der 54-Jährige im Podcasts „Einfach mal luppen“ von Toni und Felix Kroos. Da habe sich eine Tendenz entwickelt, „die finde ich noch gefährlicher, als für einen Superstar 150 bis 200 Millionen auf den Tisch zu legen“. Transfers wie der von Neymar für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu PSG erwartet der Kölner „in den nächsten Jahren nicht mehr“ – auch wegen der Folgen der Corona-Krise.

Artikel 1 von 11